Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
202
Einzelbild herunterladen
 

202

S p i

tier eignen Methode verfertigen kann, um sie der Vokl-kommenheit näher zu bringen.

I. Allgemeiner Begriff von einerHarfe nuhr.

Um eine Harfe nuhr mit einer Stubemchr zuverbinden,- so ist besonders auf die Anbringung undrichtige Stellung der Harfe, und auf die Art und Wei-se, wie sie zu jeder beliebigen Zeit, um harmonische Lie-der zu spielen, in Bewegung gefetzt werden könne, Rück-sicht zu nehmen. Es muß daher das Werk der Har-fenuhr, welches ein eigenes Werk für sich ausmacht,dessen Gestelle gewöhnlich ein Kreuz genannt wird,aus vier Haupttheilen bestehen: i) Aus der Harfeselbst; 2) aus den Hämmern, welche statt der Fin-ger da sind und die Harfe in Bewegung setzen; z) ausder Walze, worauf Stifte befestigt sind, welche nach-dem Takte der Musik die Hammer heben und sie har-monisch auf die Harfe würken lassen; und 4) aus demLaufwerke, wodurch die Geschwindigkeit beym Spielengemäßigt wird.

Das Laufwerk, wodurch die Uhr einen angemesse-nern Lauf bekömmt, besteht aus einigen Rädern undGetrieben, wovon das Bodenrad eine Walze tragt,über welche die Schnur gewunden ist, woran das Ge-wicht hängt, als bewegende Kraft für das Werk derHarfenuhr. Dies Gewicht wiegt gewöhnlich 20 bis40 Pfund.

Das letztere Rad hat schräg liegende Zähne, wel-che in Schraubengänge einer Schraube ohne Ende grei-fen, die den Windfang trägt. Durch diese Schraubeohne Ende an dem Windfange bewürkt man, daß letz-terer kein starkes Geräusch machen könne, welches sehrunangenehm während dem Spielen seyn würde. DieSchraube ohne Ende hat 4 auch wohl noch mehrereGewinde über einander, und dadurch wird die Schnei-