Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
39
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Rep 59

sie denn noch lang genug sey, »in alle Umgänge derSchnecke zu füllcn Ist blos ein Haken abgerissen; somacht man wieder einen neuen daran, (s. Kettenha-keu). Man braucht, wenn eine Kette zerrissen ist,nur den Unruhkloben mit der Unruhe, und bey franzö-sischen Uhren auch das Zieferblatt, abzunehmen, umdie Kette wiederum die Trommel wickeln, sie mit derSchnecke verbinden und die Spannung der Feder ver-richten zu können, (s. Zusammensetzen, eineUhr). Oft ist aber zugleich das Gcsperre beschädigt,und denn muß die Uhr ganz auseinander. Man kannes gleich sehen, ob das Gesperre beschädigt sey odernicht; denn wenn man mittelst eines Schlüssels dieSchnecke nach beyden Richtungen umdrehen kann ; soist entweder der Sperrkegel oder die Sperrfeder zer-brochen, oder die Zähne des Sperrades sind abge-stumpft, so daß sie den Sperrkegel nicht mehr festhaltenkönnen, oder auch der Sperrkegel ist los und begiebtsich über, oder auch, wenn die Schnecke auf demSchneckenrade nicht fest sitzt, unter die Zähne desSperrrades. Wie das Gesperre beschaffen seyn muß,um seiner Bestimmung ein Gnüge zu leisten, darüberfindet man in dem Artikel Gesperre der Schnek-ke Anweisungen.

Wenn die Feder der Uhr gesprungen ist; so kannman dies gemeiniglich schon sehen ohne daß die Uhrbraucht auseinander genommen zu werden. Wenn derKettenhaken aus der Trommel gewichen ist, und er istnebst der Kette noch ganz, oder auch der Haken sitztnoch in dem Loche der Trommel, und die Kette auf der-selben ist los; so kann man die meiste Zeit sicher anneh-men, daß die Feder irgend einen Schaden habe. Wennsie auch nicht gesprungen ist; so ist vielleicht der Hakendes Federstifts oder auch wohl das Loch am Ende derFeder selbst, ausgcriffen. Um aber noch naher zu prü-fen, ob die Feder Schaden habe oder nicht; so dreheman die Trommel nach der Richtung, nach welcher sie