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Schwung kleiner, und die Uhr muß geschwinder gehen.Dieser Fehler wird besonders merklich, wenn die Uhrbald gehängt, bald gelegt wird.
Den Fehler, wenn die Uhr im Hangen langsa-mer, im Liegen geschwinder geht, kann man gewöhnlichfolgendermaßen abändern: Man halte die Uhr im Han-gen an, und bemerke den tiefsten Punkt der Unruhe.An der Stelle nehme man etwas weniges ab, und soimmer mehr, bis die Uhr im Hängen und Liegen akkuratgeht. Hat man zu viel weggenommen, oder geht dieUhr im Liegen langsamer als im Hängen; so muß manvon dem entgegengesetzten Punkte etwas abnehmen.Daß die Unruhe nicht im Gleichgewicht ist, kann mansehen, wenn man sie in den Abwägezirkel bringt,(s. Abwägezirkel).
Die verschiedene Temperatur, in welche die Uhrgebracht wird, bringt auch eine große Veränderlichkeitim Gange der Uhr hervor. Ist z, B. die Unruhe einerUhr klein und leicht, aber ihre Zapfen dick; so wirddie Uhr in der Kälte zu spät gehen. Wenn hingegendie Unruhe groß und stark, ihre Zapfen aber schwachsind; so werden ihre Vibrationen zwar langsam seyn,die Uhr wird aber doch in der Kalte zu geschwind gehen.Es ist schwer diese Veränderlichkeit abzuändern, wennnicht der Bau der Uhr auf die vollkommenste Art, —wie z.B. bey den Seeuhren — eingerichtet ist; ge-wöhnlich corrigirt sich aber dieser Fehler von selbst, wenndas Oel anfängt dick zu werden, (s Taschenuhr.)
So wie die verschiedenen Lagen, worin die Uhrgebracht wird, vielerley Veränderungen verursacht, sothut dies auch die Erschütterung während dem Tragen,Reiten, Fahren u. s. w. da der Anschlagstifr bald mehrbald weniger gegenprallt. Besonders bewürkt aberauch in den Zapfenlöchern wieder das Oel vielerlen Ver-änderungen. Eben so auch die Ungleichförmigkeit derHauptfeder und der Schnecke, so wie auch ein fehler-hafter Eingriff, s. Abgleichen die Schnecke,