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anderlich in ihrem Gange werden, ist ein Haupttheilder ganzen Uhrmacherkunst. Es ist gründ falsch, wennein gemeines Vorurtheil behauptet, daß diejenigen Uhr-macher, welche größtcntheils alte Uhren repariren, nichtdie Kenntniß nöthig hatten, die diejenigen Uhrmacherbesitzen, welche meistens neue Uhren verfertigen Wahrist es, daß unter der in Deutschland zahlreichen Elastevon Uhrmachern, die sich vom Repariren der Uhrenernähren, eine große Anzahl sich befindet, welche nichtden Namen Uhrmacher verdienen; sie können allenfallseine Kette und Feder flicken, eine Uhr ausputzen n.s. w. Mein alle möglichen Fehler der Uhr auf die voll-kommenste Art zu Verbestern, so daß man nichts vonFlicken, von Unregelmäßigkeiten wahrnimmt, dazu gehörtwahrlich ein Mann, der eben die Kenntniß hat, alsderjenige, welcher blos neue Uhren verfertigt. Z. B.es wird eine Spindel, oder ein Rad in einer Uhr zer-brochen, und der Uhrmacher, welcher die Uhren blosreparirt, macht eine neue Spindel, ein neues Rad indieselbe, so, wie sie ganz den übrigen Theilen der Uhrangemessen sind, daß man glaube^ sollte, sie wären vomAnfange gleich dazu verfertigt; sollte ein solcher Künst-ler nicht auch alle übrigen Theile der Uhr machen kön-nen? Oder er setzt eine neue Feder in die Uhr, derenKraft er genau nach der Stärke aller Theile der Uhrabmißt, die auch vollkommen der Figur der Schneckeangemessen ist; gehören hierzu nicht mehrere Kenntnisse,als blos ein Paar Löcher in die Enden der Feder zu fei-len, sie alsdann in die Trommel zu legen und so dieUhr wieder zusammenzusetzen? Und wer doch alle Theileder Uhr einzeln gründlich verfertigen kann, der wirddoch wohl auch die ganze Uhr verfertigen können; weildie Theile des Ganzen zusammengenommen das Ganzeselbst ausmachen. Welcher Mann von gesundem Ver-stände würde dies nicht zugeben? Es gehört daher zumRepariren einer Uhr nicht allein eine gute praktischeHandarbeit, sondern auch eine genaue Kenntniß vonder Theorie der Uhr, von den Gründen der Bewegung