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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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465
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' Wanderungen Jesu nach seiner Auferstehung. 465

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8 Auch hätten Einige der Jünger das Grab wirklich leer ge-funden, aber Jesum selbst nicht gesehn.

> Nach dieser Erzählung sprach Jesus zu ihnen:Wie

unwissend und wie trag im Geiste seyd ihr doch, da ihr den

! Aussprachen der Propheten keinen Glauben schenket! Es

> mußte ja Alles so mit Jesu geschehn, und nur durch seinLeiben und Stehen konnte er zu seiner Verherrlichung gelan-gen." Hierauf erklärte er ihnen die Stellen des alten Testa-

?! mentes, die auf ihn bezogen werden konnten und zeigte, daß1 in denselben mehr auf einen geistigen als auf einen irdischenMessias hingedeutet werde.

Unter solchen Gesprächen waren sie in die Nahe desj Fleckens Emmaus gekommen, und da Jesus nicht diesent zum Ziele seiner Wanderung gewählt hatte, sondern wahr-j scheinlich nach Galiläa wollte, wohin er seine Jünger bestellt^ hatte, so nahm er nun von seinen beiden Begleitern Abschied;

! weil diese nach Emmaus sich wendeten. Allein die beiden! Jünger waren von seinen Reden angezogen worden und wünsch-. ten ihn länger in ihrer Gesellschaft zu behalten. Daher batensie ihn, doch mit ihnen zu gehn und bei ihnen zu bleiben;der Tag neige sich ja so schon dem Abende zu, bemerktensie; er werde also überdies bald die Herberge aufsuchen müs-sen. Jesus ließ sich auch durch ihre Bitten bewegen, mitihnen zu gehn, und änderte wahrscheinlich überhaupt seinenPlan ab. Da er nämlich von seinen Bsgleitern vernommenhatte, in welcher Ungewißheit seine Jünger in Jerusalemüber sein Schicksal noch waren, so faßte er ohne Zweifeljetzt den Entschluß, erst nach Jerusalem zu gehn und sichseinen Jüngern daselbst zu zeigen, um diese zu beruhigen,und hierauf nach Galiläa zu reisen.

, Vielleicht waren die beiden Jünger in Emmaus selbstzu Hause, oder hatten doch sehr nahe Verwandte oder genaueBekannte dort, bei denen sie einkehrten und die Mahlzeitbereit fanden, zu welcher sie sich mit Jesu niedersetzten.Während der Mahlzeit aber, als Jesus das Brod brachund das Dankgebet verrichtete, erkannten die beiden Jüngerihren erhabenen Lehrer, den sie bisher für einen Fremden! gehalten hatten. Dieses Erkennen des Todtgeglaubten ver-S 30