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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Sechstes Buch.

Dasjenige Haus, welches man für das des reichen Prassersausgibt, ist wohlgebaut und wird bewohnt.

Nicht weit von diesem Hause soll Jesus unter der Volks-menge, die sich versammelt hatte, um ihn zu sehn, die Frauenbemerkt haben, die von Mitleid gerührt über sein traurigesGeschick laut weinten und klagten. Und hier soll es gewesenseyn, wo Jesus, sein eignes herbes Schicksal vergessend, sieauf die traurigen Tage hinwies, die für sie und ihre Kinderkommen würden, und wo er sie wegen der alsdann über dieJuden hereinbrechenden Leiden schon im Voraus beklagte, welcheLeiden für die Juden, die eine schwere Schuld auf sich ge-laden hätten, um so drückender werden müßten, da er, derSchuldlose, schon so Schmerzliches erfahre. Früher standauf dieser Station eine Kirche, von welcher jetzt keine Spu-ren mehr vorhanden sind.

Diese Frauen waren aber nicht allein diejenigen, welchedes edlen Dulders trauriges Geschick beklagten, sondern esbefanden sich in Jesu Begleitung noch weit betrübtere. Dennseine Mutter war ihm nachgefolgt, und die frommen Frauen, .die ihn auf mehreren Reisen schon begleitet, ihm stets einevorzügliche Ergebenheit bewiesen hatten und mit ihm nachJerusalem gekommen waren, nämlich Maria Magdalena,Maria, die Mutter Jakobs und Josephs, welcher den Bei-namen Justus führte, Salome, die Mutter der beiden Söhnedes Zebedäus, und Maria, die Gattin des Kleophas, eineVerwandte der Mutter Jesu, verließen ihn auch bei seinemSchmerzensgange nicht und folgten ihm in tiefer Trauer.

Ohngefähr 12V Schritte von dem Hause des reichen .Prassers zeigt man ein kleines unansehnliches Haus, als die !Wohnung der Veronika. Die Sage erzählt nämlich, alsJesus hierher gekommen sey, habe die Veronika, eine frommeJüdin, aus Mitleid und Erbarmen, als sie Jesu mit Schweiß ^und Staub bedecktes Antlitz gesehn, dem edlen Dulder einTuch gereicht, damit er sein Gesicht mit demselben abwischen i

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ssus und Cyrillus. Selbst die Juden nennen als den hartherzige» Reichen !«inen gewissen Nabal. Vielleicht geben sie ihm diesen Namen in Beziehungauf den Nabal, welcher dem Könige David seine Unterstützung verweigerte !(1. Eam. 25, 2-1t.).