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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Wanderungen Jesu während seiner Leiden. 373

und ein geschmackvolles Gesimse enthält. Das Ganze scheintjetzt etwas baufällig zu seyn.

Noch beträchtlicher als die beiden vorgenannten ist dasnahebei ihnen befindliche Grabmal des Absalom. Die-ses ist aus einer großen steilen Felswand ausgehallet,, undbildet ein viereckiges Untcrstock, das an der Vorderseite mitzwölf halb erhabenen Säulen von Ionischer Ordnung ver-ziert ist. In diesem ist eine Grotte ausgehauen, in derenSeitenwänden sich mehrere Nischen befinden. Der Eingang,durch welchen man jetzt hineingelangt, scheint erst in neuererZeit verfertigt worden zu seyn. Dieses Unterstock trägt einegroße Pyramide von Granit, auf deren Spitze ein glocken-förmiger Stein ruht, auf welchem eine Krone von der Ge-stalt einer Lotusblume steht. Das Ganze ist ohngefähr 30Fuß hoch und so weit von der übrigen Felsenmasse getrennt,daß ein gegen 7 Fuß breiter Weg rund um dasselbe führt.Einer alten Sage zufolge soll dieses Gebäude das Denkmalsey», das Absalom selbst in dem Königsthale zu seinem Ge-dächtnisse hatte errichten lassen (2. Sam. 18, 18.). Alleines scheint offenbar jüngern Ursprungs zu seyn; auch nenntIoscphus jenes Denkmal, das Absalom selbst errichtet hatte,eine marmorne Säule. Manche Reisende versichern, daß keinChrist, Jude oder Mohamedaner vor dem sogenannten Grab-male des Absalom vorbei gehe, ohne einen Stein daran zuwerfen, um seine Verachtung gegen den ungerathenen Sohnauszudrücken, und daß dadurch an dem Gebäude ein großerSteinhaufen entstanden sey. Neuere schweigen davon undIahn berichtet, daß einige Juden darin ihren Aufenthalt ge-nommen haben und das Gebäude vor dem Einstürze zusichern suchen, der sonst schon lange erfolgt seyn würde.

Zwischen dem Grabmale des Zacharias und des Absa-lom befindet sich die Grotte des Apostel Jakobus,die ebenfalls in den Felsen gehauen ist und vier Schritte inSGevierte hat. In ihr soll sich der Apostel Jakobus bei derGefangennehmung Jesu verborgen haben, und später auchdarin begraben worden seyn. Jetzt wird sie zu einem Stallebenutzt.