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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen Jesu der dritten Periode rc. 253

nördlichen Ufer des Flusses, in einer Gegend, die noch jetztOrthosa heißt, zu sprechen. Nach Orthosia zog sich Try-Hon zurück, nachdem er von Antiochus Sidctes geschlagenworden war (1. Makk. 15, 37.).

Der Eleutherus, jetzt Nahr-el-Kebir, d. i. dergroße Fluß, entspringt auf dem oberen Libanon und fließt in ver-schiedenen Krümmungen mit reißender Schnelle von dem Ge»biege herab. Er ist in der Nahe seiner Mündung 60 Schrittebreit, auch sehr tief; aber im Sommer hat er nur wenigWasser. Im Frühjahre dagegen schwillt er bedeutend an undist dann so reißend, daß Karavanen oft lange Zeit an seinem> llfer liegen bleiben müssen, ehe sie übersetzen können. Bis zudiesem Flusse begleitete der Makkabäer Jonathas den Ägypti-schen König Philometor (1. Makk. 11, 7.); und bis dahin»erfolgte er den Feldherrn des Königs Demctrius von Syriensl. Makk. 12, 30.).

An der nördlichen Grenze Phöniciens lag die Stadt An-taradus, die jetzt Tortosa heißt, und die einen kleinens Hafen hatte, der auch jetzt noch vorhanden ist. In dieserStadt soll Petrus das Evangelium verkündigt haben. Manfand sonst die Ueberreste einer alten Kirche daselbst, die derMaria geweiht war, und die, nach einer offenbar falschenSage, durch den Apostel Petrus erbaut worden seyn sollte.Cie bestand aus zwei gewölbten Stockwerken und hatte 30Schritte im Quadrat. Von den Kreuzfahrern war nahe da-bei eine schöne Kirche erbaut worden, die jetzt aber ebenfalls,i» Trümmern liegt, auf denen die Heerden weiden. Da der^aijer Konstantin der Große die Stadt aus ihrem Verfallej» erheben suchte, so wurde sie eine kurze Zeit lang nach sei-mi Namen Konstantia genannt, und damals war sie ders,Eih eines Bischofs.

i Der Stadt Antaradus etwas südwestlich gegenüber lagauf einer Insel im Meere, die ohngefähr 2 Stunden vomfesten Lande entfernt war, Aradus, eine Stadt, welche fast^ ganze Insel einnahm und die bei den Hebräern Arvadhfeß (1. Mos. 10, 18.). Sie hatte sehr hohe Häuser, weil1 ,bie Einwohnerzahl groß war, und man den Umfang der Stadt

erweitern konnte. Da die Insel kein trinkbares Wasser