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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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251
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! Reisen Jesu der dritten Periode ro. 251

Land geworfen worden war, und die andere den Ort einneh-men soll, wo der heilige Georg den Drachen tödtete.

Abermals 5 Meilen weiter nördlich lag die Stadt Byblos,welche von den Hebräern Gebul genannt wurde, und dieDschebile oder Dschobail, auch Dschibleh heißt. Siewar eine äußerst alte Stadt Phöniciens und durch die Ver-ehrung des Adonis berühmt. Der Verordnung gemäß solltendie Jsraeliten das Land bis zu dieser Stadt in Besitz neh-men; allein sie dehnten ihre Eroberungen nie bis dahin aus.Die Stadt lag nicht weit von dem Meere, auf einer Anhöhe.Lhre Einwohner, die Giblim (1. König. 5, 18.) waren^ als Bauleute berühmt (Ezech. 27, 9.). Jetzt liegt die Stadtzum Theil in Trümmern, unter denen sich die Ruinen derHauptkirche auszeichnen. Sie hat gegen 6000 Einwohner,und ihr Umfang, wie ihn die alte Ringmauer bezeichnet, be-trägt eine halbe Stunde. Den höchsten Punkt der Stadt. nimmt das Schloß ein, das von seltsamer Bauart ist. Die^ christliche Kirche, welche in Dschebile steht, ist sehr geschmack-los und plump erbaut, die Umgegend ist angenehm und ent-hält viele Gärten.

Eine Stunde unterhalb Dschebile ergießt sich der NährIbrahim, der ehemalige Fluß Adonis in das Meer.

Tripolis liegt 4 Meilen von Dschebile nordwärts.Der Name dieser Stadt bedeutet Dreistadt, und rührt da-L von her, daß Kolonien von den drei ansehnlichsten StädtenL Phöniciens, Tyrus, Sidon und Aradus, neben einander, jeder «ine besondere, mit Mauern umgebene Stadt anlegten, die^ alle drei zusammen ein Ganzes bildeten, das zu einem Ver-sammlungsorte der Gesandten jener drei Staaten dienen sollte.Diese Bestimmung hörte in spätern Zelten auf und die drei»eben einander angelegten Städte schmolzen in eine einzigezusammen. Diese Stadt trieb einen ansehnlichen Handel undj hatte einen trefflichen Hafen, der durch zwei Inseln, die anseinem Eingänge liegen, gegen die meisten Stürme gesichert,! >var. Im Jahre 162 vor Christus wurde Tripolis von De-,^'metnus, dem Sohne des Seleukus, eingenommen (2. Mak-,4 kab. 14 , i.). Während der Kreuzzüge eroberte sie der Kö-rnig von Jerusalem Balduin I. im Jahre 1109, und machte