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Fünftes Buch.
Gegend ab, verkündigten die Nähe des Gottesreichs, forderten !zur Besserung des Sinnes und Wandels auf und heilten Kranke jund Gebrechliche. Jesus selbst aber war wahrend der Zeit l!auch nicht müssig, sondern wanderte ebenfalls umher und lehrte , >und heilte in Galiläa. H
Auf diesen Wanderungen konnte er unter andern Städten s'Galiläas auch Sephoris berühren, eine alte Stadt in demGebiete des Stammes Scbulon und in der Ebene Sebulon, s2 Stunden nordwärts von Nazareth, 3 Stunden südlich von l .Kana und 7 Stunden ohngefähr von Akko entfernt. Sie liegt ! >auf einem Hügel, der sich mitten in der Ebene erhebt und soll !die Geburtsstadt von den Eltern der Maria, der Mutter Jesu, ! >seyn. Joscphus schildert sie als eine von Natur und Kunst ^ ,sehr befestigte Stadt, die sich vorzüglich in Galiläa auszeich- §ncte. Ehe Liberias erbaut wurde, war sie die Hauptstadt l,dieser Provinz. Herodes Antipas wendete viel Geld auf, um ^sie zu befestigen und zu verschönern, und nannte sie aus nie-driger Schmeichelei gegen den Kaiser Tiberius Diocäsarea,die Stadt des göttlichen Kaisers. Zur Zeit des Kaisers Nero ^wurde sie auch wieder die Hauptstadt der Provinz Galiläa. .Als Vespasianus in Palastina einrückte, begaben sich die Ein- ^wohner von Sephoris, die sich früher dem Cestius unterwor- ! .fen hatten, nach Ptolomais, um diesem neuen Feldherrn ihre ^ 'Ergebenheit zu versichern. Die 7000 Mann aber, welche ^Vespasianus ihnen hierauf zusendete, brachten ihnen keinen Vor- ;theil, sondern verwüsteten das Land. Einige Zeit hindurchwar sie der Sitz eines christlichen Bischofs. Als aber imJahre 355 nach Christus die Juden, welche in Diocäsarea swohnten, zu den Waffen griffen und die römische Besatzung 'umbrachten, schickte Gallus ein Heer dahin, welches furchtbar l,in der Stadt wüthete, die Einwohner größtentheils tödtete, so-gar die Kinder in der Wiege nicht verschonte und die Stadtin Asche legte. ^
Jetzt ist das ehemalige Sephoris nur noch ein großes 'Dorf von ohngefähr 600 Häusern und heißt Safuri. Die siEinwohner desselben sind theils Juden, theils Christen. DießtUmgegend hat Weingärten und Oelbaumpflanzungen. In dem »iDorfe trifft man Baumwollenfabriken an. Es befinden stch z«