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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Viertes Buch.

im Monate April häufig von Kranken, hauptsächlich aus INaplusa und Nasrat, besucht. Einige hundert Schritte wci- Itcr hinauf kommt man zu einer zweiten Schwefelquelle, die Iaber bei weitem nicht so heißes Wasser enthält, als die er- Istere. Wandert man noch weiter am Flusse aufwärts, so sin- Idet man nach und nach noch acht ähnliche Quellen. D

Sonst verwechselte man Gadara häufig mit der Stadt vGerasa, oder nahm beide Städte als nahe bei einander lie- s>gend an, ja setzte Gerasa wohl sogar nördlicher als Gadara; kallein in der neuern Zeit haben Reisende gefunden, daß Ge- irasa südöstlich von Gadara in der Nähe von Pclla gelegenhat. Auch Gerasa war eine der zehn Städte und muß, nach ^den von ihr noch vorhandenen Ruinen sehr ansehnlich gewesenseyn; denn wenn man um ihre Ringmauern herumgeht, vondenen noch hie und da einzelne Bruchstücke stehn, so braucht ^man fünf Viertelstunden, um die Wanderung zu vollenden. lDie Mauern waren von großen, gehauenen Quadersteinen ausMarmor, die 8 Fuß dick sind, aufgeführt. Jetzt heißt der iOrt Dschcrasch oder Kerasch. Die Gegend um die Stadt list ziemlich eben und fruchtbar und muß ebenfalls sehr schön igewesen seyn. Mitten durch die Stadt fließt ein schöner Bach, >zu dessen beiden Seiten sich Ueberrcste ansehnlicher Gebäude ivon schöner Bauart befinden. Man trifft zwei prächtigerm- iphitheater dort an, die aus Marmor aufgeführt, mit Säulen - iund Nischen versehn und noch ziemlich wohl erhalten sind. 'Ferner gibt es drei Tempel daselbst, von denen der eine mit - :einer Halle von zwölf großen und starken Säulen nach könn- i!thischcr Ordnung versehn war, in welcher aber nur noch 11 chSäulen stehn. In einem andern liegt eine umgestürzte po- :lirte Säule vom schönsten Aegyptischen Granit. Ausgezeichnet uist ein gut erhaltenes Stadtthor, das aus drei Bogen besteht. ^ iAm schönsten aber unter allen muß sich ohnstreitig eine lange:/Kreuzstraße ausgenommen haben, zu deren beiden Seiten ^hen von Marmorsäulen standen und von welcher das eine Ende isich in einen halbkreisrundcn Platz endigte, der mit 60 Sau-, !len nach Ionischer Ordnung umgeben war. Außerdem trist >man viele andere Säulen an, welche zum Theil noch ihr Gc- 'bälke tragen, größtentheils aber umgestürzt sind. Nachdem^