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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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ren, und wo ein starker Zusammenfluß von Menschen stattfand, so daß er auf Viele dort segensreich wirken konnte. Zu-gleich befand er sich dort in einer schönen, fruchtreichen Ge-gend, die seinen Geist um so mehr aufheitern mußte, und inwelcher er die Menschen desto deutlicher auf die Spuren undBeweise der Güte Gottes aufmerksam zu machen vermochte.Auch konnte Jesus hier um so sicherer leben, da er bei dergeringsten Veranlassung zur Furcht vor Nachstellung leicht übe:die Grenze Galiläas nach Peräa entweichen konnte, wo dermilde Philippus regierte.

Als Jesus eines Tages in der Umgegend von Kaper-naum umherwanderte, traf er seine beiden Jünger SimonPetrus und dessen Bruder Andreas, als sie mit Fischfang be-schäftigt waren, und forderte sie auf, mit ihm zu gehn, daer sie für ein edleres Geschäft bestimmt habe und sie hinfortMenschen für das Reich Gottes gewinnen sollten. Sie zöger-ten auch nicht, der Einladung ihres Meisters Folge zu leisten.Bald darauf fand er die beiden Brüder Jakobus und Johan-nes, die Söhne des Zebedäus, die ebenfalls Fischer warmund ihre Netze ausbesserten, und die nach Jesu Aufforderungmit treuer Hingebung ihm folgten und Alles dahinten ließen.

Diese vier Jünger, die Jesus jetzt von neuem und um .so fester an sich fesselte, waren aus Bethsaida, einemFlecken, 2 Stunden südwestlich von Kapernaum und 4 Stun-den nördlich von Tiberias, gebürtig. Der Name Bethsaidabedeutet Ort des Fischfanges oder Fischerdorf, denn der Flecke»lag am See Genesareth und seine Einwohner waren größten-theils Fischer. Er befand sich in dem Gebiete des StammesSebulon und wurde, zum Unterschiede von einem andern Beth-saida jenseit des Sees, Bethsaida in Galiläa genannt.Jetzt findet man nur einige Ueberreste von Mauern und Was-serleitungen daselbst und die Ruinen einer Kirche, welche wahr-scheinlich den obengenannten Aposteln geweiht war. Zeh»bis 12 Häuser, die von Arabern bewohnt werden, bilden einDörfchen, das Baithsaida genannt wird. Die Einwohnerdesselben leben auch jetzt noch hauptsächlich vom Fischfänge.

In Bethsaida scheinen Jesu Bemühungen, die Einwoh- ^ncr des Ortes zu Bürgern des Gottesreichs zu bilden, nicht l