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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
Entstehung
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165
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Reisen Jesu der zweiten Periode rc. 166

hatte Johannes der Täufer sich höher hinauf an dem Flusse- begeben und taufte zu Acnon oder Enon, welches Manchefür eine unbedeutende Stadt in Samaria, drei Stunden unter-' halb Scythopolis am westlichen Ufer des Jordans halten, beiwelcher sich ein Bach gleiches Namens in den Jordan ergoß.Andere aber meinen, Aenon sey blos eine Quelle und ein Bachgewesen, und diese Meinung scheint die richtigere zu seyn, be-' sonders da der Name eine starke oder wasserreiche Quelle> bezeichnet.

Nahe bei Acnon in der Jordan-Ebene lag Salem oderSalim, das ohne Zweifel der Ort war, in welchem Melchi-! sedcch wohnte (1. Mos. 14, 18.). Zu Hieronymus Zeitenwar es ein Flecken, den man Salumias nannte. Es sol-! len sich noch Ruinen davon vorfinden, die von einem hohenAlterthume zeugen.

' In der Nähe dieser Gegend lehrte jetzt auch Jesus undließ durch seine Jünger Diejenigen taufen, die seine Lehre an-nahmen und sich zu Bürgern des Gottesreichs weihen wollten.Da nun eine große Menge Menschen zu Jesu kamen, und Jo-hannes der Täufer deshalb weniger Zulauf hatte, so erregtedieses den Unwillen der Schüler des Letzteren, die Demjeni-gen, der sich selbst erst von Johannes hatte taufen lassen, das-Recht nicht zugestehen wollten, eben so wie ihr Lehrer dieLaufe zu verrichten (Joh. 3, 26 36.). Daher brachtensie auch darüber eine Klage vor ihren Meister; dieser aber,der Jesu göttlichen Beruf erkannt hatte, erklärte mit großerBescheidenheit Jesum abermals für den Messias, der immerherrlicher hervortreten müsse, während er selbst mehr und mehrzurücktreten werde, weil er seinen Beruf erfüllt und auf denkommenden Messias die Menschen vorbereitet habe.

XVI.

Jesus reist von dem Jordan nach Sichern.

iÄoh. L, 1-42>>

Den ganzen Sommer hindurch mochte Jesus in Judäa,>n der Nähe des Jordans verweilt und daselbst gelehrt haben;aber im Herbste verließ er diese Gegenden, um nach Galiläa