Reisen Jesu der ersten Periode rc.
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Säulenhalle hat, die auf ihrer Mitte eine gewölbte Moscheefür die Weiber trägt. Unter der Säulenhalle sollen viele kleineSpringbrunnen zum Reinigen seyn und sehr viele Lampen hän-gen, die aber nur Freitags angezündet werden. In der Mittedes Vorhofs, mitten auf einer 4 Fuß hohen Terrasse, dieohngefähr 130 Schritte im Quadrat hat, erhebt sich die ei-gentliche Moschee, welche die schönste im ganzen Morgenlandeseyn soll. Sie ist achteckig, trägt eine ebenfalls achteckige,mit einem gewölbten Dache, das mit Blei gedeckt ist, ver-sehene Kuppel, in welcher sich acht Fenster mit runden, gelbenGlasscheiben befinden, und soll gegen 300 Schritte im Um-fange und 120 Fuß Höhe haben. Man kann sie nicht wohlin der Nähe betrachten, weil die Mohamedaner keinen Chri-sten, oder Juden den Zutritt zu dem Bezirk derselben, nochweniger in sie hinein gestatten *). Wer aber auf dem Oel-bcrge steht, überblickt sie in ihrer ganzen äußern Herrlichkeitund genießt vorzüglich bei Untergang der Sonne, eines schönenSchauspiels, weil dann die Sonnenstrahlen in den gelben Glas-fenstern der Kuppel sich spiegeln und eine solche Täuschung be-i wirken, daß man glaubt, innerhalb stände Alles in Flammen.
^ Ihre Wände sind von außen mit kleinen buntfarbigen Plattenbelegt, auf welchen man allerlei Arabesken und Sprüche aus,, dem Koran mit goldenen Buchstaben angebracht hat. Nach' Aussage der Türken soll das Innere der Moschee ganz weist' seyn, ausgenommen einige Stellen, worauf der Name Gottesgeschrieben stehe. Ferner befänden sich 32 Säulen von grauem^ Marmor darin, wovon 16 das erste Gewölbe, und die 18s andern die Kuppel trügen. An diesen Säulen wären sehr, schöne Leuchter angebracht, auf welchen 7000 Lampen ständen,i Ä der Mitte der Moschee soll ein kleiner Thurm aus Mar-mor stehn, auf den man vermittelst 18 Stufen, die außen
, *) Daran soll eine Sage Schuld seyn, welche die Türken in Furcht setzt.
! sollen nämlich glauben, wenn ein Christ in den Worhof der Moschee
« keine und daselbst betete, um was er wolle, so würde ihn Gott erhören,! auch wenn er bitten würde, daß Gott Jerusalem in die Hände der Christen> geben möchte. Wer von den Nichtnwhamedanern der Moschee zu nahe.kommt, läuft Gefahr, lebendig verbrannt zu werden; oder will er dems^oao entgehn, so muß er auf der Stelle die mohamedanische Religion an-