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Drittes Buch.
muß, wenigstens scheinen einige Grundstücke von maulen dasSchiff einer Kirche mit zwei Flügeln gebildet zu haben. Au-ßer einem Gewölbe und einem viereckigen Gebäude, die nochziemlich ganzffind, sieht man nur einzelne Trümmer daselbst.Sonst sollen zwei Palmenbäume unter den Ruinen gestandenund die Lage von Kapernaum bezeichnet haben; diese sindaber jetzt nicht mehr zu sehn. Jetzt heißen die Ruinen vonKapernaum Tel--Hum, d. i. Hügel der Kameelheerde.
XIV.
Reise Jesu von Kapernaum nach Jerusalem zum Osterfeste.
iL°h. 2. 1L-LS.)
Jesus hielt sich diesesmal nicht lange in Kappernaumauf; denn das Passahfest war nahe, welches er in Jerusalemzu feiern wünschte. Dahin begab er sich nun auch in Be-gleitung seiner Jünger. Als er in der Hauptstadt angelangtwar, fand er schon eine große Menge von Menschen daselbstversammelt; und Unwille ergriff ihn, als er sahe, wie manden Tempel entweihte. Denn da nicht jeder Jude selbst dieOpferthiere mit sich führen konnte, die er während des Festesim Tempel darzubringen hatte, so fanden sich Verkäufer vongrößerem Vieh, nämlich von Rindern und Schaafen, für dieReichen, und von kleineren Thieren, als von Tauben, fürdie Unbemittelten, auch von andern Dingen, z. B. Salz undMehl, die bei den Opfern gebraucht wurden, ein; und da dieJuden aus verschiedenen Gegenden der Erde herbei kamen undalso nicht einerlei Geldmünzen mit sich brachten, so fehlte esnicht an Wechslern, welche die verschiedenen Geldsorten um-setzen konnten, um dadurch den Handel zu erleichtern; auchmußte die Tempelsteuer in Seckcln entrichtet werden, die manbei den Wechslern haben konnte. Anstatt aber, daß die Ver-käufer und Wechsler außen vor dem Tempel, wo hinlänglicherRaum dazu war, sich hätten aufstellen sollen, hatten sie sichin den Vorhof der Heiden hineingedrängt und dort ihre Bu-den aufgeschlagen. Nun konnte es nicht fehlen, daß durchdas bei dem Handel entstehende Geräusch die Fremden, welchehier ihr Gebet verrichten wollten, in ihrer Andacht gestört