Drittes Buch.
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Beduinen, die im Jordanthale umherschwärmen, sehr ausge,setzt und daher übel dran.
Von hier aus mußten die Reisenden sich nordwestlich wen-den, um nach Kana zu gelangen. Dieses war eine kleineStadt oder ein Flecken in Nieder-Galiläa, im Gebiete desStammes Sebulon, ohngefähr 2Z- Stunde nordöstlich vonNazareth. Seinen Namen, der Rohr bedeutet, hatte dieserFlecken von dem Schilfrohre, das häufig in seiner Umgegendwuchs. Er lag am Abhänge eines Hügels und war auf derMittags- und Abendseite von Bergen eingeschlossen, auf derMitternachtsseite aber eröffnete sich ein fruchtbares Thal. Die-ses Kana darf nicht mit einer andern Stadt gleiches Namensverwechselt werden, die im Gebiete des Stammes Ässer, inGaliläa der Heiden, zwischen Tyrus und Sidon, in der Nähevon Sarepta lag, zu Syrophönieien gehörte und zum Unter-schiede Kana die Große hieß. Aus dieser Stadt soll dieKananäische Frau gewesen seyn, welche von Jesu die Heilungihrer Tochter erflehte.
In Kana in Galiläa, aus welchem Nathanael war,verrichtete Jesus die erste außerordentliche Handlung seinesöffentlichen Lebens, welche vorzüglich die Bewunderung seinerJünger erregte. Dazu gab ihm die Feier der Hochzeit Ver-anlassung, bei welcher er als Gast gegenwärtig war.
Bei der Verheirathung suchten die Juden gemeiniglichFrauen aus ihrer weiter,, Verwandtschaft aus, um ihr Ge-schlecht rein zu erhalten. Mit Frauen aus fremden Völkernverbanden sie sich selten, und aus einigen Völkern durften siedurchaus keine Weiber Wahlen. Uebrigens wurde bei der Ver-heirathung wenig auf den Unterschied des Standes und an-derer ähnlicher Verhältnisse gesehn, weil bei den Juden keingroßer Unterschied der Stände stattfand; nur die Priester wa-ren in ihrer Wahl etwas beschränkt. In den frühern Zeitenwurde die Frau eigentlich gekauft; wenigstens gab der Bräu-tigam nicht allein seiner Braut die sogenannte Morgengabe,sondern auch ihren Eltern und Brüden, Geschenke (1. Mos.24, 23.); daher konnten Eltern, die viele Töchter hatten,reiche Leute werden. Der Vater der Braut gab, wenn erbemittelt war, seiner Tochter eine oder etliche Sklavinnen zur