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Zweites Buch.
war wohl eins mit jenem Rama, das näher bei Jerusalem,nordwärts von demselben lag, und von welchem schon früher "die Rede gewesen ist. Dieses Rama liegt auf dem Wegezwischen Jerusalem und Jaffa, und ist erst um das Jahr 718nach Christus von dem Khalifen Suleiman Ben Abdolmelekerbaut worden. Der Weg von Jerusalem nach dieser Stadcist sehr wüst und öde, äußerst beschwerlich, da er durch rauhe ;Felsenthäler und über Berge geht, und auch gefahrvoll, da >die Gegend für den Aufenthalt von Räubern sehr geeignet ist.Erst in der Nähe von Rama gestaltet er sich freundlicher; .denn dieser Ort, der auch Ramleh genannt wird, liegt ineiner fruchtbaren Ebene, 4 Stunden vom Meere, und ist vonGärten umgeben, die Oel-, Feigen- und Granatbäume ent-halten. Auch gibt es viele Palmen in seiner Nähe. DerOrt ist ohne Mauern, sehr reinlich und mit weißgetünchtenGebäuden versehn. Die Bevölkerung war sonst ansehnlich undes fand viel Verkehr daselbst statt; durch den Einfall derFranzosen aber unter Napoleon hat Rama sehr gelitten. Inneuerer Zeit befand sich nur ein einziger Mönch noch in demHospitium der Väter vom gelobten Lande, welches ein gro-ßes und schönes Kloster ist und zur Herberge der Pilger dient;alle übrigen Christen der lateinischen Kirche haben durch jenenEinfall der Franzosen ihre Besitzungen verloren und sich nachJerusalem, Gaza und Acre zurückgezogen. Auch von denArmeniern war nur ein Mönch noch da; die griechische Ge-meinde aber ist ohngefähr 600 Seelen stark und hat eine dem !heiligen Georg geweihte Kirche. Westlich von Rama siehtman die Ruinen eines großen Gebäudes, das jetzt DschameaElabidh genannt wird, sonst aber die Kirche der vierzig Mär-tyrer hieß. Dieses Gebäude, das 600 Schritte lang undbreit ist, haben die Tempelritter in den Zeiten der Kreuzzügeerbaut. Man erblickt noch die obere und untere Kirche mitzwei Schiffen, unterirdische Wohnungen, Magazine und (Zister-nen, und die mit Hallen versehenen äußern Mauern. Auseiner über der Thür eines Thurmes befindlichen arabischen In-schrift ergibt sich, daß die Araber in späterer Zeit drei Mo-scheen und zwei Kapellen für Heilige in diesem Gebäude hat-ten. Seit 200 Jahren ist es aber schon zerstört und nur