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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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nicht leicht Unordnung oder ein hinderndes Gedränge entsteh».Während des Opferns sang die ganze Versammlung unter An-leitung der Vorsänger Psalmen und zwar hauptsächlich diePsalmen 113, 114, 115, 116, 117, 118 und 119; zuletztwurde der Segen gesprochen. Wer keinen Raum im Tempelfand ging einstweilen in eine der Synagogen, deren es meh-rere Hunderte in Jerusalem gab; und wer seine Opfer darge-bracht hatte, that dasselbe, um das Gesetz vorlesen und erklä-ren zu hören. Sobald die Sonne untergegangen war, wurdevon bestimmten Abgeordneten die sogenannte Webegarbe derersten Gerste abgeschnitten, um sie den folgenden Tag, am16. des Nisan, mit den gesetzlichen Feierlichkeiten im Tempeldarzubringen; denn die Ernte durfte vor dieser Feierlichkeitnicht begonnen werden; hierauf aber nahm sie sogleich nachdem Passahfeste ihren Ansang. Auch am 16. des Nisan wurdendie Thore des Tempels, bald nach Mitternacht geöffnet, woraufsich das Volk abermals in dem Tempel versammelte und, nach-dem die erste Gerstengarbe dargebracht worden war, die ge-wöhnlichen Opfer brachte. Die folgenden Tage wurden aufähnliche Weise gefeiert. Der siebente Tag des Festes wurde ebenso heilig gehalten als der erste, und an ihm durfte ebenfalls durch-aus nicht gearbeitet.werden; an den übrigen Festtagen aber konnteman Geschäfte verrichten, ausgenommen am Sabbathe nicht, derzwischen diesen Tagen fiel. Allen Juden war bei-Strafe derVertilgung aus dem Volke anbefohlen, das Fest mit allen Um-standen und Gebräuchen zu feiern. Wenn Privatpersonen diesesnicht den 14. des Nisan thun konnten, weil sie entweder unrein,oder auf Reisen befindlich waren, so mußten sie das Versäumteden 14. des folgenden Monats nachholen. Unreine, die dasFest zur rechten Zeit zu Jerusalem feiern wollten, gingen ge-wöhnlich einige Tage früher dahin, um sich erst für rein er-klären zu lassen (Joh. 11, 55.), weil kein Unreiner Antheilan dem Feste nehmen durfte.

Die. Zahl der am Passahfeste in Jerusalem versammel-ten Menschen war ungeheuer groß. Josephus berichtet, daß255600 Osterlammer geschlachtet und gegessen wurden. Wennnun etwa von jedem Lamme zehn Menschen aßen, so gibtdieses eine Summe von 2,556000 Menschen, wobei diejenigen