Reisen der Eltern Jesu.
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brachte daselbst dem Herrn eine Menge Brandopfer dar (1. Kö-nig. 3, 4.). Hier lebte auch der falsche Prophet Hananja,der seine Erdichtungen den Weissagungen des Propheten Je-rcmias entgegenstellte (Jerem. 28, 1.). Gibeon war eine Le-vitenstadt geworden und lag in dem Gebiete des StammesBenjamin; so ansehnlich aber diese Stadt auch war, so er-blickt man doch jetzt keine Spur mehr von ihr. Einige Rei-sende setzen ein Dorf Geb auf ihre Stelle.
Nahe bei Gibeon befand sich Ajalon oder Ahialon,eine Lcvitenstadt (Jos. 21, 24.), welche Rehabeam befestigte(2. Chron. 11, 10.), die aber später doch von den Phili-stäern eingenommen wurde (2. Chron. 28, 18.). Auch sieist gänzlich von der Erde verschwunden. Sie lag in demThale oder auf der Ebene, wo Josua die fünf KanaanitischenKönige schlug, welche gegen Gibeon herangezogen waren (Jos.10, 12.). Diese Ebene soll ohngefähr 2 Stunden breit und3 Stunden lang seyn; sie ist fruchtbar und von freundlichenHügeln umkränzt.
Näher an Jerusalem lag Gibea oder Gabaa, eineStadt in dem Gebiete des Stammes Benjamin, die durch eineSchandthat ihrer Einwohner berüchtigt wurde (Richt. 19.)und dadurch beinahe die gänzliche Vertilgung des StammesBenjamin herbeiführte. In ihr war der König Saul gebo-ren, der sich auch darin einen Palast bauen ließ und dortwohnte (1. Sam. 10, 26,). In dem Kriege, den Sank ge-gen die Philistäer führte, war sie den letztem in die Händegefallen, allein Jonathan nahm sie ihnen bald wieder ab(1. Sam. 13, Z.). Auch sie hat das Schicksal der vorge-nannten Städte gehabt, denn es findet sich keine Spur mehrvon ihr.
Alle die genannten Orte lagen entweder auf dem Wege,den Jesu Eltern nach Jerusalem wählen konnten, oder dochin der Nähe desselben. Zur Zeit des Passahfestes waren alleWege nach Jerusalem sehr belebt; denn in Schaaren zogenalsdann die Juden nach der Hauptstadt, indem sie Psalmensangen und laut jubelten. Und nicht allein Männer zogen ein-her; sondern auch die Frauen, obgleich sie eigentlich nicht dazu