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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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mente nicht genannt wird, aber doch zu Jesu Zeiten noch vor-handen war. Diese Stadt hieß früher Lus, von der großenAnzahl Mandelbäume, die in ihrer Umgegend wuchsen; späteraber wurde dieser Name mit dem Namen Bethel, d. i. Got-teshaus vertauscht, weil Jakob in jener Gegend den Traumwn der Gottesleiter hatte und alsdann dort Gott einen Altaraifrichtete (1. Mos. 28.). Sie lag auf dem Gebirge Ephraimmd hatte zur Zeit der Kanaaniter mit der nahe dabei besind-kcheu Stadt A i einen König (Jos. l 2, 9.). Nachdem sie vonH'osua erobert worden war, kam sie an den Stamm Benja-nin und diente eine Zeitlang der Bundeslade zum Aufenthalte.Zur Zeit der Richter wurden in ihr die jährlichen allgemeinenGerichtstage gehalten, und zur Zeit der Propheten Ellas undstlisa war sie ein Hauptwohnsitz der Propheten und ihrer Fa-milien. Bei der Trennung des jüdischen Reichs kam sie anlas Reich Israel und war eine der südlichsten Städte defsel-b'n. Als der König Jerobeam ein goldncs Kalb zu Bethelabgestellt hatte, um das Volk dem Götzendienste zuzuwendenund es dadurch von den Reisen nach Jerusalem abzuhalten(1. Tönig. 12, 28. u. 29.), nannten diejenigen Juden, welchedem Hause David treu geblieben waren, Bethel Bethaven,d. l. das Haus der Nichtswürdigkeit oder Ungerechtigkeit(Ho'ea 10, 5.). Diesen Namen gab man aber auch der wü-sten und rauhen Gegend zwischen Bethel und Jericho (Jos 18 ,l2.) und wahrscheinlich hieß auch früher eine Stadt in derRahe von Bethel also (Jos. 7, 2.). Erst durch den KönigFosias wurde der Götzendienst zu Bethel abgeschafft (2. König.!Z, 15.). Diese Stadt, die sonst eine der angesehensten inSamaria war, ist jetzt so gänzlich verschwunden, daß manmr nach wenig Trümmern ihre Lage bestimmt, die ohngefährä Stunden von Jerusalem und 7 Stunden von Sichem zwi-shen beiden Städten angenommen wird. Ein nahe dabei be-findlicher, ziemlich hoher Berg, soll die Stelle enthalten, aufwelcher Jakob ruhte und seinen Traum hatte. An dem Ab-fange dieses Berges bemerkt man ausgezeichnete Ueberreste ei-!m schönen Kirche und wahrscheinlich auch eines Klosters,welche beide von der Kaiserin Helena erbaut worden seyn sol-len. Auch findet man außerdem noch Trümmer einer Kapelle,