Reisen der Eltern Jesu.
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wie der Chor einer Kirche aussieht; auch stehn drei halbver-fallene Thürme dabei, die außerordentliche dicke Mauern vongroßen gehauenen Steinen haben, und die unten vom Meerebespühlt werden. Sonst befand sich auch eine Kapelle daselbstund ein Palast des Großmeisters der Tempelherrn, die einenstarken Thurm nahe dabei hatten erbauen lassen, um von dem-selben über die Sicherheit der Wege zu wachen. Bei diesemKastell ist ein leidlicher Hafen und eine fruchtbare Umgegend.In den neuern Zeiten lag eine türkische Besatzung darin.
Nachdem die Eltern Jesu in Dor angekommen waren,hatten sie nicht mehr weit bis Nazareth. Hier langten sienach langer Abwesenheit mit ihrem Sohne glücklich an undlebten nun in stiller Zurückgezogenheit ungestört daselbst, wahr-scheinlich in dem Hause Josephs, das die Kaiserin Helena ineine Kirche umgestalten ließ, aus welcher aber die Mohame-daner eine Moschee gemacht haben, obgleich ihnen viel gebo-ten wurde, wenn sie dieselbe als Kirche den Christen überlas-sen wollten. Zweihundert Schritte von dieser Moschee befin-det sich eine treffliche Quelle, welche man die Quelle derMaria nennt, weil man behauptet, daß Maria daraus dasWasser für die häuslichen Bedürfnisse geholt habe. Die Kai-serin Helena hatte an derselben schöne Becken und Behälteranbringen lassen, von denen noch Ueberreste vorhanden sind.
VII.
Reise der Eltern Jesu mit ihrem Sohne nach Jerusalem zum
Osterfeste.
iLukas S, L1. u. L2->
Jesu Eltern pflegten alljährig nach Jerusalem zu reisen,»m das Passahfest dort zu feiern und so dem Gesetze Gehor-sam zu leisten, das alle männlichen Nachkommen Abrahamsverpflichtete, wo möglich dreimal des Jahres, nämlich amPaffah- oder Osterfeste, am Psingstfeste und am Laubhütten-siste an dem Orte zu erscheinen, wo dem Herrn, ihrem Gottdie gebührenden Opfer dargebracht wurden. Als fromme Ver-ehrer des Mosaischen Gesetzes ging ihr Bestreben dahin, auchihren Sohn an die gewissenhafte Beobachtung desselben früh-
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