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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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einförmige Ebene dar, auf welcher das Auge bald ermüdet,weil weder eine natürliche Erhöhung noch Vertiefung sich zeigt.Nach den verschiedenen Jahreszeiten, in welchen man dorteintrifft und verweilt, ist auch der Anblick der Landschaft ver-schieden. Nach der Ernte erblickt man einen grauen staubigenBoden, der überall von der Hitze geborsten ist; zur Zeit derHerbstnachtgleiche findet man das Land mit einem gelblichenWasser überschwemmt, aus welchem hie und da Dattelpalmen,Dörfer, Städte und Dämme hervorragen; hierauf zeigt sicheinige Wochen hindurch ein schwarzer, schlammiger Boden;endlich mit dem Beginne des Winters überzieht sich die Erdemit einem schönen frischen Grün, die Pflanzen gewinnen Blü-then und die Saaten schießen empor und reifen, so daß nundas ganze Land einem großen herrlichen Garten gleicht, bisdie Ernte die Felder leert und die große Hitze Alles versengt.Dabei ist der Himmel gewöhnlich rein, von weißlicher Farbeund hat einen solchen Glanz, daß ihn das Auge kaum zu er-tragen vermag, besonders da man nur an wenig Stellen etwasSchatten findet. Dieses war das Land, welches Jesu Elternmit ihrem Sohne aufsuchten, deren Reise also mit manchenBeschwerden verbunden war, vorzüglich wenn sie bis Heliopo-lis wanderten; denn alsdann mußten sie durch bedeutende Wü-sten, in welchen der glühende und bewegliche Sand das Rei-sen sehr erschwert.

Wenn Heliopolis das Ziel ihrer Wanderung war, sokamen sie wahrscheinlich auch nach Heroopolis, einer Stadtin Niederägypten, bei welcher Joseph seinem Vater Jakobentgegen gekommen seyn soll. Manche halten sie mit Pithomfür eine und dieselbe Stadt. Jetzt findet man keine Spurmehr von ihr; daher läßt sich ihre Lage nicht ganz zuverlässigbestimmen. Wahrscheinlich lag sie in der Nähe des heutigenSuez und an der Grenze des Landes Gosen.

Heliopolis, Sonnenstadt, wurde von den Juden On,d. i. Sonne (1. Mos. 41, 45.) genannt. Bei Jeremias(43, 13.) heißt sie Beth-Schein es, Haus der Sonne,und die Araber nennen sie noch jetzt Ain-Schäms, Son-nenhelle. Noch jetzt sieht man den Damm, auf welchem jeneansehnliche Stadt erbaut war, und bemerkt die Ringmauer

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