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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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^ senkrechte Mauer aus; denn man bemerkt an ihr nicht einen' einzelnen hervorragenden Gipfel und nicht die kleinste Spitze.Die westliche, die zum Gebirge Juda gehört, ist weniger hochund mehr ungleich. Sie besteht aus Massen von Kalksteinund Sand, deren Formen, wie man sagt, Aehnlichkeit mitWaffentrophäen, wehenden Standarten, oder den Zelten einesin einer Ebene aufgeschlagenen Lagers haben. Die östliche, diearabische Gebirgswand, besteht nur aus schwarzen steilen Fel-sen, welche ihre langen Schatten auf den Spiegel des Seeswerfen; nirgends sieht man auch nur Ein Hälmchen Gras.

! An dem Fuße der Berge findet man hie und da Salz, Schwe-k fel und Asphalt in Menge, womit die dort wohnenden Ara-l der Handel treiben. Am südlichen Ende des Sees gibt es! fruchtbare Stellen, die von armen Arabern bewohnt werden.

! Diese errichten sich unter den dort befindlichen Bäumen Bin-senhütten und bauen Tabak und Dhurra. Sie werden Gho-warene genannt und zählen ohngefähr ZOO Familien. Bei

- ihrer großen Armuth haben sie auch noch viel Ungemach von

- den umherziehenden Beduinen zu leiden. Ihr Dorf Ghor! Szahye soll ziemlich die Stelle einnehmen, wo ehemals

Zoar stand.

: Einige Stunden oberhalb seines südlichen Endes hat der

-'See eine seichte Stelle, auf welcher man denselben im Som-s wer binnen viertehalb Stunden durchwaten kann, ohne daß

- Las Wasser höher als bis herauf an die Kniee reicht. Ob-schon der See keinen sichtbaren Abfluß hat, so wächst sein

l Wasser doch nie bedeutend an, ohngeachtet der Jordan, derAcnon, Zared und mehrere andere Flüßchen oder Bäche sichhinein ergießen; daher glaubte man, daß er einen untcrirrdi-k scheu Abfluß habe und mit dem mittelländischen Meere, das^ ohngefähr nur 10 Stunden entfernt ist, oder mit dem arabi-schen Meerbusen in Verbindung stehe. Allein dieses ist nichtnothwendig, weil, wie schon erwähnt wurde, er eine hinläng«

' liche Masse Wasser täglich durch Ausdunsten verlieren kann.

Manche frühere, etwas wundervolle Sagen, die von die-sem See umgingen, haben sich in den neuern Zeiten nicht alswahr bestätigt. So ist es nicht wahr, daß die über den See! hin fliegenden Vögel hinein fallen, von den aufsteigenden Dün-