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Zweites Buch.
des heiligen Hieronymus war Engeddi nur ein Flecken, dervon Juden bewohnt wurde; jetzt aber findet man keine Spurmehr davon, sondern man trifft in jener Gegend nur einenkleinen Bach an, der sich in das todte Meer ergießt und denNamen der alten Stadt führt, welcher in der Aussprache derAraber Ain-Dschiddi heißt.
Nordwestlich von Engeddi befindet sich der Berg Adul-lam, der eine bedeutende Höhe hat und ziemlich abgerundetist. An demselben, in der Nähe seines Gipfels, zeigt manunter mehrern Grotten die Höhle, in welcher sich David mit!400 seiner Anhänger versteckt haben soll (1. Sam. 22, 1.u. 2>), als er von Saul verfolgt wurde. Sie ist niedriHund dunkel, hat eine Länge von 25 und eine Breite von 15Schritten und dient jetzt den Hirten zur Zuflucht. Währendder Kreuzzüge, im Jahre 1138 flüchteten sich in diese Höhledie christlichen Einwohner von Thekoa, um sich und ihre Habevor den Saracenen zu sichern. In der Nähe derselben bemerktman auch die Ueberreste eines Gebäudes. Mit diesem Bergedarf man nicht die Stadt Adullam verwechseln (Jos. 12,15.), die eine der ältesten Städte des Landes war und indem Gebiete des Stammes Juda, zwischen Jerusalem undHebron lag. Sie wird auch Odollam genannt (2. Mak-kab. 12, 38.) und war noch zu den Zeiten der Makkabäereine ansehnliche Stadt.
In jene Gegend, zwei Stunden östlich von Hebron, setztman auch ein Dorf, das man das Dorf der heiligenJungfrau nennt, weil nach der Sage Maria auf der Flucht nachAcgypten daselbst eingekehrt seyn soll. Eine Quelle dabeinennt man nach Abrahams Gattin: Sara.
Hier ist der Ort, wo das todte Meer nicht uner-wähnt bleiben kann, da Engeddi nicht weit von demselbenlag, und die fliehende Familie auf ihrem Wege nach Aegyptennahe vorbei kommen mußte.
Da, wo dieser merkwürdige und ansehnliche Landsee jetzt
andere Pflanzen, die Balsam liefern. Man nannte ihn den Balsamvon Zudäa. Iosephus berichtet, den Strauch, der diesen Balsam lieferte,habe die Königin von Saba an Salomo geschickt, und dieser habe ihn sorg'fällig pflegen und vervielfältigen lassen.