Akra und umschloß das Tempelgebäude auf dem Berge Mo-riah. Sie war an jenen Außenseiten der Oberstadt sehr schroffund unersteiglich und so fest, daß Titus bei der EroberungJerusalems die lebhafteste Bewunderung derselben äußerte.Die zweite Mauer, welche der König Hiskia erbaut haben soll,begann bei einem Thore in der ersten Mauer, da wo diesedie Oberstadt von der Unterstadt trennt, lief quer über denBerg Akra, umschloß die Mitternachtsscite der Unterstadt undendigte an der Burg Antonia auf Moriah. Die dritte Mauer,welche den Umkreis Jerusalems vollends schloß, begann eben-j'alls von der ersten aus, lief gerade nach Norden, umgab!den übrigen Theil der Unterstadt, wurde von dem Könige!Herodes Agrippa I. um Bezetha vollends herumgeführt undschloß sich auf dem Berge Moriah an die erste Mauer an^Durch diese Mauern gewann Jerusalem eine ungewöhnlicheFestigkeit, und daher läßt es sich begreifen, warum es eineso lange Belagerung, als die der Römer war, aushal-ten konnte. ^
Diese Festigkeit wurde noch durch die Thürme vermehrt,die in Zwischenräumen von 200 Ellen auf den drei Maumstanden und zu ihrer Beschützung dienten. Diese Thürme wa-ren viereckig und überragten die Mauern 20 Ellen hoch. Je-der hatte ein plattes Dach, auf das man vermittelst einer!Wendeltreppe stieg; auch waren auf jedem Cisternen angebracht^in denen sich das Regenwaffer sammelte. Man zählte 164>Thürme auf den drei Mauern, nämlich: 60 auf der ersteig14 auf der zweiten und 90 auf der dritten. Unter diesen!Thürmen gab es einige, die sich von den andern durch ihreGestalt und Größe auszeichneten und gleichsam Festungen für!sich bildeten. Dergleichen waren die Thürme des Hippikus,ldes Phasael und der Mariamne, und die Burgen!Psephina und Antonia. !
Der Thurm des Hippikus hatte seinen Namen von!Herodes zu Ehren eines Freundes desselben bekommen. Er!stand an der nordwestlichen Ecke der Oberstadt, der Abend-^feite des Tempels gegenüber. Er war viereckig, 25 Ellen!lang und breit, SO Ellen hoch und bis auf eine in ihm be-findliche Cisterne, durchaus massiv. Auf diesem massiven Grund-
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