Reisen der Eltern Jesu
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!i-s die aus Arabern, Türken, Griechen, Maronitcn und Juden' ' bestehn. Der Ort hat keine geraden Straßen und die Häu-. scr sind größtentheils aus Erde zusammengeklebt. Jedes HauSbesitzt ein unterirdisches Gemach, das in den Berg gegrabenist, an dessen Abhänge der Ort liegt, eine Einrichtung, welcheauch die Häuser des alten Nazareth gehabt haben. In Nas-rat findet man ein Franziskanerklostcr, welches das reichsteund reinlichste unter allen Klöstern in Palästina ist, vier christ-liche Kirchen und eine Moschee *).
Hier wohnte die Jungfrau Maria, die Gesegnete unterden Weibern, welche zur Mutter des göttlichen Gesandten, dersein Volk erlösen und selig machen sollte, auserkoren wordenwar. Die Evangelien nennen uns die Eltern der Marianicht sie berichten nur, daß die Mutter Jesu aus dem Ge-
*) In Nasrat zeigen die dort wohnenden Christen den Reifenden nochjetzt: 1) die Ruine einer Kapelle, die auf der Stelle stehn soll, wo Jo-sephs Werkstätte sich befand; 2) eine Ruine von der ehemaligen Synagoge,in welcher Jesus den Propheten Jesaias las; 3) eine Ruine von der Schule,die Jesus besuchte; 4) eine ansehnliche Ruine vom Palaste des ehemaligenErzbischofs von Nazareth. Ferner zeigt man in der Umgegend: 1) den Fel-sen, von dem die Nazarener Jesum herabstürzen wollten; '2) eine Höhle, inwelche er geflohen seyn soll, um sich zu verbergen; 3) die Stätte, wo Ma-ria in Ohnmacht gefallen seyn soll, als sie vernommen habe, daß ihr Sohnvom Felsen herabgestürzt würde; 4) die Stätte, wo sie auf die Kniee ge-fallen sey und Gott für die Errettung ihres Sohnes gedankt habe, auchzeigt man in dem Steine noch die Spuren ihrer Kniee; 5) der Marienbrun-ncn, aus welchem Jesus seiner -Mutter einstmals, als er den Krug zerbro-chen hatte, sogar in seinem Schurztuche Wasser geholt haben soll; 6) denApostelbrunnen, aus welchem die Apostel tranken; 7) den Pctrusbrunnen,aus dem Petrus auf Jesu Befehl Wasser geholt haben soll; 8) einen gro-ßen Stein, auf welchem Jesus mit seinen Jüngern gespeißt haben soll,weshalb man denselben den Aposteltisch nennt; ö) die Stätte, wo Jesusseinen Aposteln Belehrungen ertheilte. Ueber die meisten dieser Stättenwaren früher Kapellen erbaut worden, die aber jetzt mehr ober wenigerzerfallen sind. (Siehe Jahns Reise nach Egyptcn, Jerusalem rc.)
**) Die Tradition oder Sage ertheilt hierüber genauere Nachrichten, diefreilich der Zuverlässigkeit ermangeln. Der Maria Vater soll Joachimund ihre Mutter Anna geheißen haben. Beide wurden unter die Heiligenerhoben. Anna soll lange kinderlos geblieben seyn, aber sich sehnlichst einKind gewünscht haben; und daher dem Herrn gelobt haben, wenn er sienoch in ihren spätern Tagen mit einem beglücken würde, dieses ihm zuweihn. Daher sey auch Maria in ihren: vierten Lebensjahre in den Tem-pel gebracht und der Leitung und dem Unterrichte der Priester anvertraut-werde,». Maria wohnte, der Sage nach, in dem Hause ihrer Eltern, wel-ches aus einer großen Stube und aus einer Kammer bestand, die zugleichvls Vorplatz diente, worin sich ein Schornstein und ein Fenster befand. Eswar 30 Fuß lang, 15 breit und 18 hoch, und lag an dem Abhänge eines-ocrges, an einer Höhle, die 15 Fuß lang, 8 breit und gegen 10 hoch
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