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Einleitung.
^. befreundet waren, auf die er aber durch Belehrung und Er-s mahnung wirken wollte (Luk. 19, 5.), ja zuweilen nahm er
sogar die Einladung derer an, die er als seine Widersacherund Feinde kannte (Luk. 11, 67.), um zu zeigen, daß erkeinen Menschen scheue, und um so eher Gelegenheit zu einernäheren Bekanntschaft mit ihm zu geben.
Auf Wanderungen durch die Wüste, wo keine Herbergezu finden war, hatte man sich im Voraus schon mit den nö-thigen Lebensrnitteln versehn (Matth. 16, 34.). Dasselbewar der Fall bei Reisen durch Samaria und über die Gren-zen des jüdischen Landes, weil kein Jude weder bei den Sa-maritern noch bei den Heiden einkehrte; oder man kaufte sichalsdann auch die nöthigen Bedürfnisse (Joh. 4, 8.) aus einergemeinschaftlichen Kasse, welche durch die Spenden vermögen-der Freunde (Joh. 12, 6.), auch wohl durch den Erwerb derJünger und vielleicht auch ihres Meisters unterhalten wurde.
Uebrigens waren die Reisen Jesu nur von geringer Aus-dehnung, da sie sich meistcntheils nur innerhalb der Grenzenvon Palästina erstreckten. Selten überschritt er das jüdischeLand; höchstens nur dann, wenn er sich vor den Verfolgun-gen seiner Feinde sicher stellen wollte. In diesem Falle suchteer Zuflucht in dem angränzcnden Syrophönicien, in welchemdie Städte Tyrns und Sidon lagen (Matth. 16, 21.). Erbetrachtete sich als gesandt vorzüglich zu den Verlornen Schaa-fen von dem Hause Israel (Matth. 15, 24.), und wollte zu-nächst und vor Allen sein Volk mit Gottes Willen näher be-kannt machen und vorzüglich seine Glaubensgenossen zu Bür-gern des Gottesreichs bilden; erst seine Jünger sollten ausgehnin alle Welt und seine Lehre allen Völkern verkündigen.
II.
Schauplatz der Reisen Jesu. Allgemeine Uebersicht des gelobtenLandes oder Palastina's.
Das Land, in welchem Jesus Christus auftrat und um-herwandelte, lehrte und wirkte, war von geringem Umfangeund lag an der Westküste Asiens, da wo dieser Erdtheil mitAfrika einen Winkel bildet. Es ist jetzt vorzüglich unter dem