ihre gelehrten Abhandlungen und Werke sind nur den Einge-weihten zugänglich, und die Verfasser derjenigen Schriften,welche nur die Anfangsgründe jenes Theils der Mathematikenthalten, berühren die Anwendung desselben auf die Ver-sicherung des menschlichen Lebens mehrcnthcilö nur in so weit,als solches die Begründung des Calculs erheischt.
So war dann bisher der größere Theil des Publikumsin Betreff der Belehrung über das Wesen der Lebensver-sicherung auf das beschränkt, was die Statuten und Planeder seitherigen Versicherungsanstalten darüber enthalten; dieseBelehrungen sind aber sowohl dein Inhalt als der Formnach, wie in der Vorrede bereits angedeutet worden, wenigdazu geeignet, der Sache den erwünschten Eingang zu ver-schaffen und allgemeines Zutrauen zu erwecken, und man darfsich daher in der That nicht wundern, daß so Viele nicht nurvon derartigen Anstalten keine weitere Notiz nehmen, sondernselbst als entschiedene Gegner derselben sich erklären, ja selbstals solche öffentlich auftreten.
Zu den neuesten Gegnern dieser Art gehört ein Anonymus,welcher seine Ansichten unter folgenden: Titel ans Licht gestellthat: „Ideen über Lebensversicherungsanstalten undihre Mängel. — Worte des Trostes und der Beru-higung fürdie großeZahl derer, welche wegcnzwei-felhafter Gesundheit von der Theilnahme ausge-schlossen sind, so wie zur Behcrzigung für diejeni-gen, welche diesen Anstalten bereits beigetreten sind,oder beizutretcn sich geneigt fühlen möchten."
Der Verfasser dieser, wie es scheint, mehr aus Beschränkt-heit als aus unredlichen Absichten und Leidenschaftlichkeit her-vorgegangencn Schrift, ist in der Einleitung derselben so ehr-lich zu bekennen, daß er selbst Willens war, sich versichern zulassen, daß man ihn aber wegen mangelhafter Lcibcobeschaf-
Blcibtrcu, Lcbcnsvcrsichcrungsansialtc». 5