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Zweck und Einrichtung der Lebensversicherungsanstalten
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und man kann daher sagen, daß derjenige, welcher ein Kapitalvon 8110 ft. 53 kr. auf solche Weise hingibt, zehn Jahrelang ein jährliches Einkommen oder eine Rente von 1000 sl.hat; eine solche Rente heisit Annuität oder Zeitrentc, weil siean eine bestimmte Zeit gebunden ist; das Kapital, durchwelches man die Zeitrente erwirbt, ist die sogenannte Mise*).

Derjenige, welcher keine Erben zu berücksichtigen hat, kannsein Vermögen oder einen Theil seines Vermögens, anstattauf eine bestimmte Anzahl Jahre auf Lebenszeit auf vorbe-sagte Weise hingeben, um sich dadurch ein größeres jährlichesEinkommen zu verschaffen, als ihm der Zinsenertrag seinesKapitals gewähren würde. Ein solches lebenslängliches Ein-kommen heisit Leibrente, und das Kapital, welches manzur Erwerbung derselben an die Rcntenanftalt einzahlt, nenntman ebenfalls, wie bei den Zeitrenten, Mise, welche sich nichtallein nach der Große der Leibrente und nach dem angenom-menen Zinsfüße, sondern auch nach dem Alter dessen, dereine Leibrente erwerben will, richtet. Mit dem Tode desRentcnirers hört die Verbindlichkeit der Rentenanstalt auf,bei der Zeitrcnte hingegen nicht, indem der Erbe in seineRechte tritt.

Bei der Bestimmung der Leibrente für eine angenommeneMise oder bei der Bestimmung der Mise für eine angenom-mene Leibrente, kommt also ebenfalls die Mortalitätstabcllein Anwendung. Für eine und dieselbe Leibrente wird z. B.eine fünfzigjährige Person eine kleinere Mise zu zahlen haben,wie eine vierzigjährige Person, weil, unter übrigens gleichenUmständen, eine fünfzigjährige Person die Leibrente wahr-scheinlicherweise nicht so lange genießen wird, wie eine vier-zigjährige Person. Es kann aber ebenfalls wie bei dem

*) Die Erhebung von Kapitalien gegen Zeitrentc» wird bei Staatsanleihenin einigen Landern, besonders in England, in Anwendung gebracht.