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Zweck und Einrichtung der Lebensversicherungsanstalten
Entstehung
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Die Aufstellung solcher Tabellen würde sehr einfach seyn,wenn man in den Sterbregistern eine große Anzahl der ausden Geburtsregistern gewählten Individuen finden, und aufdiese Art ausmittcln könnte, wie viele Personen im ersten,zweiten, dritten u. s. w. Lebensjahre gestorben sind; einesolche Aufstellung unterliegt aber zu großen Schwierigkeiten,weil man sich der Arbeit unterziehen müßte, jeden Verstorbenenvon dem Eintritt in's Leben bis zum Abgang von demselbendurch alle Wechsel des Standes und Aufenthalts zu verfolgen.Ein besseres Verfahren hat Halley in England zuerst inAnwendung gebracht. Im Jahre 1603 gab er eine aus denSterbregistcrn der Stadt Breslau darnach gefertigte Morta-litätstabelle heraus. Wegen des geringen Unterschieds zwi-schen der Anzahl der Gebornen und Gestorbenen, und deshieraus ersichtlichen Zustandes der Beharrlichkeit der BreslauerVolksmenge, glaubte er hierbei schließen zu dürfen, daß jedeAltersklasse an dem jährlichen Abgang derselben ihren ver-hältnismäßigen Antheil nehme. Nach dieser Voraussetzungzog er aus den Sterbregistern von 16871691 die Summeder Abgeschiedenen von jedem Alter besonders heraus; subtra-hirtc alsdann von der Hauptsumme aller Verstorbenen dieSumme der verstorbenen einjährigen Kinder und betrachteteden Rest als die Anzahl der Uebcrlebcnden. Von diesem Restsubtrahirte er die Summe der im zweiten Jahre verstorbenenKinder und nahm den neuen Rest für die Anzahl derjenigen,die das zweite Jahr überlebten. Von den: letzten Rest sub-trahirte er wieder die Summe der dreijährigen Todten u. s. w.Um die Rechnung zu vereinfachen, rcducirte. er zuletzt alleVerhältnisse aufdic Zahl 1000, und erhielt folgende Resultate: