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Zweck und Einrichtung der Lebensversicherungsanstalten
Entstehung
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stehen zu bleiben, nur einmal die Beobachtug gemacht,daß von 1000 vierzigjährigen Personen 990 das einund-vierzigste Lebensjahr erreicht haben, oder 10 Personen nachVerlauf eines Jahres gestorben sind, so kann man deßhalbnoch nicht annehmen, daß, unter übrigens gleichen Um-ständen, jederzeit dasselbe Sterblichkeitsverhältniß für Per-sonen von dem genannten Alter stattfinden werde, undzwar aus dem Grunde, weil zufällige Umstände eine Ab-weichung von dem eigentlichen Mortalitätsverhältniß zurFolge gehabt haben können: nur dann, wenn bei öftcrnBeobachtungen die Ergebnisse sich gleich bleiben oder wenigvon einander abweichen, darf man annehmen, daß letzterelediglich in der Natur der Sache selbst begründet sind; mansagt alsdann, daß es wahrscheinlich sey, daß auchfernerhin unter gewissen Umständen dasjenige wieder erfolgenwerde, was man früher unter denselben Umständen wahr-genommen hat, und die Wahrscheinlichkeit nähert sich derGewißheit um so mehr, je öfter man die Erscheinung wahr-genommen, und je mehr Gründe man für das wirklicheEintreffen der Erscheinung findet.

Hieraus geht hervor, daß man, um die den verschiedenenAltersstufen entsprechenden allgemeinen Verhältnißzahlen deSAbstcrbens zu erhalten, die über eine große Anzahl vonMenschen, ohne Unterschied des Standes und Ge-schlechtes *), an mehreren Orten und durch längereZeiträume gemachten Beobachtungen mit einander vergleichen,und die mittlern Resultate daraus ziehen muß.

Die tabellarischen Aufstellungen der Resultate solcher Beob-achtungen nennt man M ortalitä ts - oder Sterblichkcits-tabellcn.

*) Der Unterschied der Sterblichkeit bei beiden Geschlechtern scheint unge-wiß, jedenfalls nicht beträchtlich z» seyn.