Sächsische Öberlausitz: Cunnersdorf—Kaina, Nieder.
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(H.-St.-A. Loc. 8634, Erb-Register der Herrsch. Königsbrück 1669). —Cunnersdoi’f bei Kamenz (111 263). Hans Joseph von Hechenberg(II 557) erhielt am 22. Oktober 1615 Gunst über sein ganzes Ver-mögen, sonderlich über sein Gut C. wegen 800 fl. Meissnisch, dieihm Katharina, Heinrichs v. Alnpeck Hausfrau, geliehen hatte(H.-St.-A. Loc. 9545, Verzeichnüss der Lehen und Leibgedinge inO.-L. 1604—1617, Bl. 74a, 276 b). — Cunnersdorf, Wendisch (III 264).Bohuslav Carl v. Tuppau (II 1025) verkauft am 16. Dezember1652 W.-C. an Heinrich Anshelm v. Ziegler und Klipphausen(III185). Dieser veräussert das Gut an seine Brüder "Wolf Rudolphund Joachim Ernst v. Z. u. Kl. am 24. Mai 1654 und von diesenerwirbt es am Termin Michaelis 1659 Carl v. Rückhardt (II 650)(Ständearchiv Görlitz, Mspt. XXV 5A 9 Bl. 38, 67b, 70). — Eibau(III 273). Neuerdings erschien das gross angelegte, illustrierte,zweibändige Werk: Geschichte der Industriedörfer Eibau und Neu-eibau. Eine Studie über die wirtschaftliche und kulturelle Be-deutung der südlausitzer Dörfer von Lic. Dr. Edm. Wauer, Dresden,1913 und 1915. — Grossdubrau (III 285). Das Domstift zu Bautzenhatte von Nikol v. Zezschwitz (III 161) auf Pliesskowitz das Gut G.samt Untertanen zu Baschütz und einem Stück Holz im Jahre1599 erkauft (H.-St.-A. Loc. 9545, Oberlaus. Lehens-Sachen 1536—42und 1596—1604, S. 65). —- Grüngräbcken (III 286). Eine Rüge-ordnung des Ortes veröffentlicht Leonhardi in den Mitteil, des Vereinsfür Sächs. Volkskunde VI (1916), S. 357—361. — Jauernick (III 307).Balzer v. Borau (IV 7) „zum Lehn“ verkauft sein Gütlein J. imJahre 1600 an Heinrich v. Nostitz (II 275) zu Dehsa und dieserveräussert es 1611 an Hans Bernhard v. Klüx (I 875) auf Lehn(H.-St.-A. Loc. 9545, Oberlaus. Lehens-Sachen 1536—42 u. 1596—-1604,S. 112; Loc. 9545, Verzeichn, der Lehen und Leibged. 1604—1617,Bl. 126a). — Kaina, Nieder- (III 311). Nach Augustin Schön-borns (II811) Tode erwarb das Niederteil desGutes (III312) JoachimWestphal. Er stammte aus einer alten Bautzner Familie 1 ). SeinVater Andres W. war Bierhofsbesitzer, öffentlicher Notar, Stadt-schreiber und Angehöriger des Rats. Joachim, am 9. Dezember1588 in Bautzen geboren, starb daselbst am 16. März 1665, nach-dem er 35 Jahre lang Bürgermeister seiner Vaterstadt gewesen,wie die Inschrift seines i. J. 1908 in der Petrikirche aufgefundenenGrabsteins besagt. Vermählt war er: I. mit Regina Stoss, geb.1590, gest. 8. April 1646, Tochter des Bautzner Bürgers ValentinSt.; II. seit dem 25. Februar „des nächstfolgenden Jahres“ mitUrsula Tugendreich Schönborn, gest. 10. Januar 1677 im Altervon 57 Jahren, Tochter des „vornehmen, alten Geschlechts-Bürgersallhier zu Budissin“ Augustinus Schönborn (vergl. II 811). Auserster Ehe hatte Joachim 2 Kinder: Katharina (* 1618, f 1644)
') Vergl. zu dem Folgenden: Bautzner Geschichtsblätter I. Jahrgg.(1909), S. 23.