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4 (1923)
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Sächsische Oberlausitz: Cosel.

lichs folgbes, furnemblich in betrachtung, das durch solche inne-habung der landtgutter die geistlichen vil flecke seiner xnt. landtund dem marggraffthumb Oberlausicz anderseits entwant und ge-zogen, auch entlieh nichts anders dan iren muttwilligen ungehorsamzu minderung und abbruch seiner mt. dinsten, oberkaytten undregalien übten und gebrauchten (1523). Der Landvogt HerzogCarl von Münsterberg verkaufte demnach erblichauf vorschaffenKönig Ludwigs beide im Kamenzer Kreise gelegenen Güter undDörfersamt dem rittergesesse etc. seinem Freunde und SchwagerWenczeln, herrn von Schumburgk auff Hewerschwerde alsrechten Vormunden Wernicken und Jorgen gebradern seinenszonen als rechten lehens erben für 4^2 tausend Mark, quittiertauch am Sonntag nach Jacobi apostoli 1523 [26. Juli] über denEmpfang von 2500 Mark. Die noch fehlenden 2000 Mark versprachCarle herre von Schumburgk und Pirschensteyn auff Trawthenaw,wie er von Cosel am Dienstag nach Bartholomäi 1525 [29. August]dem Kurfürsten von Sachsen schreibt, zu Weihnachten den Augustinernzu entrichten. Die oben genannten Gebrüder Wernicke und Jorgenannten sich von ihrem Gute v. d. Kosel(Vergl. H.-St.-A. Loc. 9573,Die Augustiner zu Alt - Dreszden suchen bey Herzog Carln zuMünsterberg Restitution wegen etlicher ihnen in Oberlausicz ent-wandter Güther als des Guths Koselau, des Guths Sella und desHauses zu Budissin 152326). Nach dem Tode ihres Vaters ungewiss ob Wernickes oder Jorges v. d. K. teilten sich dieGebrüder Heinrich (Henrich) (I 916) und Alexander (IV 47) inden Besitz. Heinrichs Anteil an Cosel, zu dem auch das benach-barte ganze Dorf Zeissholz (W Cosel) samt der Schäferei, Mühle,Vorwerk und Ackerbau gehörte, kaufte 1580 ein Frhr. v. Schellen-dorff. Heinrichs Bruder Alexander v. d. K.aber allererst hernachdas ander Theil des Dorffs neben dem Rittersitz dem von Nadel-wicz in possess betrawen [lassen] und der von Nadelwicz endtlichen. . . Benno von Helwigsdorff (I 715). Diesen seinen Anteilerwarb sein Sohn Peter v. H. (1 716) und erhielt ihn am 22. Februar1612 zu Lehn verreicht. (H.-St.-A. Loc. 8634, Ein alt Urbarium . . .über Zeissholtz und die halbe Kosel... 16491652).Wenn HermannKnothe in seinem im Neuen Archiv für Sachs. Geschichte, 12. Bd. (1891),S. 163 ff. veröffentlichten AufsatzWie die oberlausitzischen Sechs-städte die Kosela abbrannten, 1406, unter Kosela unser nördlich vonKönigsbrück gelegenes Cosel versteht, so befindet er sich im Irrtum.R. Jecht weist im Neuen Laus. Mag. Bd. 95, S. 98 ff. mit über-zeugenden Gründen nach, dass es sich um Casel im Kreise Luckauhandelt, das im Jahre 1406 von den Oberlausitzern besetzt undverbrannt wurde. Cosel, N Königsbrück, hatte im Jahre 166912 Bauern, 7 Gärtner und 3 Häusler. Ein Bauer daselbst ent-richtete z. B. 1693/1694 an die Herrschaft 2 Gr. Spinngeld, 3 Gr.für eine Henne, 1 Gr. 8 Pf. für 10 Eier, 1 Gr. für ein MässchenMohn, 6 Gr. für ein Viertel Ebereschbeeren, 1 Scheflel 2 V. Hafer