Sächsische Oberlausitz; Commerau—Cosel.
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Gerichtsherrschaft von B. und bezogen von dort gewisse Ein-nahmen 1 ).—Wujezd heisst ferner auch die Ortschaft Uhyst a. T.,NO Bischofswerda 2 * ). Aehnlich lautet der wendische Name derOrtschaften Wuischke, N Weissenberg, und Wuischke, S Hoch-kirch, SO Bautzen, nämlich Wujezk 8 ). — Mit Rücksicht darauf,dass in den Urkunden des Bautzner Ratsarchivs, in denen dasGeschlecht Randag erwähnt ist, dieses als zu Vgest, Vgist, Ygischkgesessen bezeichnet wird, war die Annahme gerechtfertigt, dassunter Ygest Breitendorf zu verstehen sei. Da indessen in dengenannten Urkunden auch die Wendung vorkommt „Ygest beyHoenkirche“ und ähnlich 4 ), so dürfte nicht Breitendorf, sondernWuischke, SO Bautzen, S Hochkirch und daselbst eingepfarrt,als Sitz des Geschlechts Randag in Frage kommen. Für dieseAnnahme spricht auch eine Notiz im Wirtschaftsbericht des Franzis-kanerklosters zu Bautzen v. J. 1506: Es hatte nämlich ein Randagden Kretschmar zu Hochkirch dem genannten Kloster verpfändet;mit Bezug hierauf heisst es nun unter den debita quae tenenturconventui u. a.: „Item der Kreczmer von der hohe Kyrge Y marckvon rant'bach wegen 5 ). — Es ist noch folgende Nachricht überein Glied des Geschlechts Randag aus dem Anfang des 15. Jahr-hunderts nachzutragen: 1413, Okt. 16. Jorge Randag und seineFrau Margaretha überlassen wiederkäuflich 1 mr. jährlichen Zins,der auf einem Bauer zu Jauernick (NW Löbau) liegt, für ein Kapitalvon 10 mr. dem Rate zu Löbau als einem Vormunde des Altarsder heiligen Jungfrauen Katharina, Margarethe und Agnete. DenAltar hat jetzt inne „der ersame prister“ Niclus Ruprechsdorff 6 * ). —Commerau (III 258). Caspar v. Pentzig (II 420) verkaufte seinGut daselbst an Hans Christoph v. Goeda (I 618). Am21. Oktober 1610 empfing dieser die Belehnung (H.-St.-A. Loc. 9545,Verzeichnüss der Lehen undLeibged. in O.-L.1604—1617, Bl. 121b).—Cosel (III 258). Das Augustinerkloster in Alt-Dresden besass,unbekannt seit wann, C. und das benachbarte Sella. Da nun derKönig von Böhmen ihren, der Augustiner, „mergklichen strefflichenungehorsam zu offtern gespurt und wirgklich entpfunden“, nament-lich während der Türbennöte, „so hat seine k. mt. dererhalben beysich ires bedungkens entschlossen, das rittermessige lewtt aufsolchen guttern tuglicher, ire pflichtige dinste auch darvon [?]stadtlicher vorsorgten und sunst allenthalben seiner ko. mt. ge-fhelliger und schicklicher zu gebrauchen wheren, dan solchs geist-
Knothe, Neues Laus. Mag. Bd. 68, S. 216.
2 ) Hey, Die slawischen Siedelungen, 1893, S. 302.
3) Hey a. a. O. S. 302.
4 ) vergl. auch Bautzener Geschichtsblätter 1913, S. 17. Hier ist irrtüm-lich die aut Vgest ansässige Familie immer Raudag(k) genannt anstatt Randag.
5 ) Neues Laus. Mag. Bd. 49, S. 46.
6 ) Abschrift L I 2 Bibliothek der Oberlaus. Gesellschaft der Wissen-
schaften; Regest im Verzeichnis Oberlaus. Urkunden II. Bd., Nachträge, S. 439,
Nr. 897 b.