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4 (1923)
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v. Pentzig.

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mit anderen geeigneten Persönlichkeiten von der zur Entscheidungvon Streitigkeiten wegen gewisser Gerechtsame in der PenzigerHeide eingesetzten Kommission im Jahre 1499 die Aufforderung,in Tiefenfurt als Zeuge zu erscheinen. (Käuffer, Abriss der Ge-schichte der Oberlausitz III, S. 33). Es war wohl dieser Hans, der1526 als Klostervogt von Marienthal erscheint, dieses Amt 1529seinem Sohne Adam abtritt, 1532 stirbt und in Ostritz seine letzteRuhestätte findet. (Carpzov, Ehrentempel I, S. 350b). Jener obenerwähnte Balthasar,jetzt Balzer Pentzik von Pentzik genannt,bekennt im Jahre 1543 am Dienstag nach St. Urban [29. Mai], dasser seinen erblichen Besitz inStraussnitz samt Zubehör HansKnobloch 1 )für 750 Schock Prager Groschen verkauft habe. Zur selben Zeit(1543) sagt ferner Hans Knobloch aus, dass er noch vor 1541 dasDorf Kleinbocken (Kr. Leitmeritz) und die vier Ebersdorfer Bauernfür 300 Schock böhmisch Balthasar Penzig abgetreten habe. DiesesDorf Kleinbocken mit Zubehör verkaufte Balthasar v. P.aufStraussnitz und Sandau, wie er am Freitag nach St. Martin 1577[15. November] bekennt, dem Adam Teyn von Teyn 2 ) für 1162'/aSchock böhmischer Groschen. Der böhmischen Linie der v. P.gehörte auch anBeatrix. Sie vermählte sich mitHans (v.) Knoblochvon Warnsdorf und dieser erklärte am Dienstag nach St. Urban1543 [29. Mai], dass er auf seinem Besitz in Straussnitz, Festeund Meierhof etc. dieser seiner Gattin 250 Schock böhmischer PragerGroschen als Leibgedinge neuerdings sichergestellt habe. Am2. Februar 1567 errichtete Hans Knobloch auf Straussnitz seinTestament und liess es am Sonnabend nach Mariä Geburt 1570[9. September] in die Landtafel eintragen. Er bestimmte u. a., essolle seiner Gattin Beatrix, geb. v. P., sein gesamtes Vermögen zu-fallen. Eine Schwester der Beatrix, Schwägerin Hansens (v.) Knobloch,war Barbara v. P. (Bentzky), vermählt mit Friedrich d. A.v. Salhausen. Im Jahre 1575 3 ) starb sie und wurde am 26. Augustd. J. in der Kirche zu Bensen bestattet. In welchem Verwandt-schaftsverhältnis zu Balthasar jener Nikolaus v. P. steht, der in

0 Angehörigen des Geschlechts (v.) Knobloch gehörte schon in der erstenHälfte des 15. Jahihunderts der niedere Meierhof, derKnobelshof" in Warns-

dorf (W Zittau). Wappen: Im schwarzen Schilde drei silberne Knoblauch-stauden, deren zwei, gestürzt, ins Andreaskreuz gelegt sind, die dritte stehtpfahlweise, die Knolle nach unten, im Schnittpunkt der beiden anderen.A. Palme, Warnsdorf, 1852, S. 20, Taf. I, 1; Siebmacher I, Taf. 210, Nr. 6.

3 ) Die Ritter v. Thein (Teyn) entstammen einer gleichnamigen imEibogner Lande gelegenen Ortschaft. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts istdas Geschlecht auch im Leitmeritzer Kreise begütert. Adam v. Th. auf Gross-bocken versicherte 1563 das Heiratsgut seiner Ehefrau Anna v. Salhausenauf dieses Gut. 1595 starb er, worauf Grossbocken an seine 2. Gattin Annav. Rziczan fiel. Die v. Th. führen im roten Schilde einen goldenen Beutel,aus dem 3 silberne Blumenstengel spriessen. Fr. Bernau, Studien undMaterialien ... in Böhmen und Mähren, S. 645, Taf. VII.

a ) In den Mitteilungen des Nordböhm. Excursions-Clubs VI (1883),S. 105 wird als Tag ihrer Beerdigung der 26. August 1574 bezeichnet.