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v. Pentzig.
älteren Tochter Friedrichs v. B. auf Dornhennersdorf, fand im Jahre1651 zu Wilka statt. „Weiln aber bey so gethanen Ehelichen Ver-sprechen der von Boblitz ein gewisses an Ehe Gelde und HeyrathGutt mit zu geben-nicht bewilliget und also in des von PentzigesGütter hieran nichts würckliches einbracht werden mögen: alss istauch der Wiedergabe, dotalitii und Leibgediengs halben etwas an-zusetzen vor unnötig befunden worden“. Sollte seine Gattin ihman Paraphernalien etwas zuwenden („so doch in ihr Belieben ge-stellt sein solte“), so würde Ludwig v. P. sie „annehmblich ad-securiren“. Nach seinem Tode solle sie aus seinem Lehn 500 Rtlr.,ferner 10 Stück melkes und 5 Stück geltes Rindvieh,'sowie 2 MalterKorn erhalten (Ständearchiv Görlitz, Mspt. XXV 5A 19 b, Leib-gedinge-Briefe auf Lehngüter, 1618 —1663). —• Agneta Tugend-reich (II 410) vermählte sich mit Hans Heinrich v. Gersdorff aufAlt-Seidenberg (1 522; III 41). Die Angabe von Kloss, sie sei auchmit Christoph Heinrich v. Hechenberg (II 410, 556) auf Klein-Seitschen verheiratet gewesen, ist unsicher. — Carl Siegmund(II 412), russischer Oberst, Herr auf Schmochtitz, am 13. Juli 1713vermählt mit Barbara Eleonore, geb. v. Voigt und Sägewitz,Frau auf Michelsdorf, Witwe Ulrich Siegfrieds v. Wolffersdorff aufEgsdorf, Landesdeputierten des Luckauer Kreises (f Egsdorf 4. Juli1712). Carl Siegmunds einzige Tochter Maria Eleonore v. P.,geb. Egsdorf 30. März 1715, wurde am 2. April getauft (Kirchen-buch von Schlabendorf N.-L., Vierteljahrsschrift für Wappen- etc.künde 1899, S. 350). — Abraham Gotthard (II 414) erhielt am25. August 1694 seine Bestallung als kurfürstlicher Kammerherr(H.-St.-A. O. U. 14109). — Caspar Georg und Peter RudolphGebrüder (II 422) wurden im Juli 1654 als Schüler in das Gym-nasium zu Bautzen aufgenommen. Peter Rudolph verliess es, kehrteaber am 22. Juli 1659 zurück und ging dann am 9. Januar 1662ab (Bautzener Geschichtshefte 1915, Nr. 1, S. 20, 26; 1916, Nr. 2,S. 64). — Sophie Margarethe (II 423) vermählte sich 21. Mai1726 mit Wolf Christoph v. Theler auf Laasow (Kreis Calau), geb.daselbst 15. Januar 1699 (Lindenberg, Chronik der Parochie Laasow,1900, S. 95). — Heinrich (II 423) gehörte der böhmischen Liniedes Geschlechts an. Ueber diese sei einiges nachgetragen. Hansv. P. hatte im Jahre 1491 alle seine im Görlitzer und LaubanerWeichbilde gelegenen Besitzungen, namentlich Penzig mit den dazugehörigen Ortschaften, ferner seinen Anteil an der Heide, der StadtGörlitz verkauft. (Verz. Oberlaus. Urk. III, S. 10). Während ersich nun in Schlesien ansässig machte, erwarben seine Neffen Georg,Hans, Leuther und Balthasar v. P., die wie ihr Oheim ihrenAnteil an der Herrschaft Penzig dem Görlitzer Rate im Jahre 1492käuflich abgetreten hatten (Verz. Oberlaus. Urk. III, S. 16) zweiJahre später (1494) das im Kreise Leitmeritz gelegene, zur Herr-schaft Ober-Liebich gehörige Gut Straussnitz (Knothe, Adels-geschichte, S. 419). Hans d. J. auf Straussnitz erhielt zugleich