Druckschrift 
4 (1923)
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

v. Meiridi.

43

zu Muskau gesessen, seien wegen Waldfrevels geheischen von „frauenMargaretha Melhosyn von der Retschit“ (Jecht, ebenda u. Quellenzur Geschichte der Stadt Görlitz, S. 92). Der Vizekanzler bei KönigFerdinand von Böhmen, Dr. Georg Mehl von Strehlitz (Ströhlitz),Herr der Herrschaft Grafenstein, vermählte sich zu Prag 1579 inzweiter Ehe mit Frau Dorothea geh. Mehlhose, Witwe des 1574verstorbenen Seyfried v. Rabenau auf Rietschen. Dr. Mehl starbzu Rumburg, 72 Jahre alt, am 24. Januar 1589. Dorothea, seineWitwe zog sich nach Rietschen zurück, verschied daselbst am27. Januar 1597 früh um 8 Uhr und wurde in Daubitz an derSeite ihres ersten Gatten bestattet (vergl. Mitt. des Vereins für Heimat-kunde des Jeschken-Isergaues VII (1913), S. 38; Koch, Neues Laus.Mag. Bd. 92, S. 38 f.). Schmidt im Neuen Laus. Mag. Bd. 89,S. 184 bespricht den in Hähnichen befindlichen Grabstein der Helenav. Nostitz, geb. v. Temritz a. d. H. Oelsa, Gattin des 1620 gestorbe-nen Christoph v. N. auf Quolsdorf. ihre und ihres Bruders Christophv. Temritz Eltern sind, wie auch aus den Ahnenwappen hervorgeht,Hans v. T. und eine v. Mehlhosen a. d. H. Hartmannsdorf. Diesewar die Tochter eines v. M. und einer v. Haugwitz. — Der Grab-stein eines Hans George v. Nostitz auf Quolsdorf, gestorben 1635,den Schmidt a. a. 0. S. 186 gleichfalls beschreibt, zeigt unter denvier Ahnenwappen als viertes das des Geschlechts v. M. GegenMitte des 17. Jahrhunderts sassen Angehörige des Geschlechts v. M.auf Wendisch-Musta (WNW von Priebus) im Kreise Sagan. DemChr. Heinrich v. M. auf Wendisch-Musta wird am 22. Mai 1640eine Tochter getauft: Anna Barbara (Kirchenbuch zu Podrosche).Wappen: An der oben erwähnten Urkunde, ausgestellt Bunzlau1380, November 12. (Ratsarchiv Görlitz) hängen neben dem Wachs-siegel Bothos v. Heselicht (Heselecht) drei solche von Angehörigendes Geschlechts .Meilhose“. Sie zeigen im Dreieckschilde anscheinendzwei Schwanenhälse, deren Köpfe nach den Schildrändern blicken(vielleicht sind es auch Büfielhörner?). Die Schildfigur ist somitdurchaus abweichend von der bisher bekannten des M.’s Geschlechts:Zwei aus grünen Blättern hervorwachsende Schilf kolben im Schildeund als Helmkleinod. In dieser Darstellung finden wir das M.’scheWappen unter den Ahnenwappen auf zwei Grabsteinen des Ge-schlechts v. Temritz aus den Jahren 1661 und 1693 in Förstgen(vergl. Schulz, Altertumswerk, Mspt. der Bibi, der Oberlaus. Gesell-schaft der Wissenschaften I Teil, S. 151, 162). Spener in der Parsgeneralis seines Opus heraldicum S. 263 blasoniert das M.’scheWappen als Typhas seu panniculas typhae: „duae coloris spadicei(braun) ex gramine viridi succrescentes in scuto argenteo notaesuntfam.Mehlhosen [Siles.]“; Helmkleinod: „typhae scutariae cum gramine.Laciniae argenteae et prasinae“. So gibt das Wappen auch Sieb-macher I, Taf. 72, Nr. 13 unter den „Schleszingischen“. — v. Meirich,Andreas (II 158). Der Anm. 2 ist hinzuzufügen: Chr. Knauthe,Brevis historia syndicorum Lusatiae superioris, Gorl. 1738. § 24 gibt