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4 (1923)
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v. Metzradt.

eine Biographie des Andreas und fügt den Wortlaut seiner Grab-schrift an. —v. Metzradt, Friedrich (II176). Seine Witwe Hed wig,geh. v. Beibitz (nicht Bolberitz) trat vor den Gerichten zu Bisch-dorf am 13 März 1650 ihrer damals ältesten Toehter Anna Rosina(II 176 e), „nunmehro Herr Hans Wolffen zue Bischdorff hertzliebesEheweib“, zu ihrem „Ehe- und Hulffgelde“ 2000 Taler ab undentschied sich „ihre Lebenszeit bey dieser ihrer Tochter, als zuewelcher sie sich in ihrem Alter treuer Pflege und Wartung vorsiehet,zu beschliessen und zu vollenden“. Ihre andere Tochter AnnaElisabeth (II 176 i) erhob keinen Widerspruch. (H-St.-A. Gerichts-buch von Bischdorf 1622 —1689). — Seifert, zu Reichwalde, ver-mählt mit der Witwe des 1551 gestorbenen Antonius v. Debschitz(I 286) auf Schadewalde und Marklissa, Anna, geb. v. Schaff-gotsch, vergl. unter v. Debschitz, Antonius (IV 9), — AnnaSophia (II 179). Ihr Tod erfolgte zu Bautzen. — ErdmuthCharlotte (II 180), vermählt mit Siegmund August v. Gersdorff(I 579) zu Trebus. Geboren zu Uhyst a. d. Spree 18. Juni 1709,starb sie 26. Dezember 1781, begraben zu Herrnhut (Der Gottes-Acker zu Herrnhut, 1822, S. 40, Nr. 1871). — Hans Caspar (II 181und Anm. 4). Adolph Al brecht v. M. a. d. H. Bernsdorf wandtesich in äusserster Armut und beschwerlicher Krankheit 1703 andas Oberamt zu Bautzen und bat dieses, seinen Vater Hans Casparv. M., der wegen des Sohnes früheren Lebenswandels grossen Hassund Erbitterung auf ihn geworfen, zu veranlassen, dem Sohneeinige Alimentgelder zu gewähren. Ueber die Angelegenheit berichtetCaspar Christoph v. Nostitz, Amtshauptmann zu Bautzen, am15. Dezember 1703 an den Kurfürsten: mit Adolph Albrecht v. M.,der mit seiner Frau in Bautzen lebe, sei „es nun dahin kommen,dass, wo ihm nicht mit einigem Lebens-Unterhalt von seinem Vatergeholffen würde, er aus Mangel dessen entweder crepiren odersolchen bey andern Leuthen erbetteln müste, dergleichen aber dieRechte, da ein Vater zugegen, welcher einen eintzigen Sohn insolchem gantz miserablen Zustande substantiren kan, nicht ver-statteten“. (H.-St-A. Loc. 9535, Das 85. Buch OberlaussnitzischerJustiz-Sachen, anno 1701—05, Bl. 271) Den Akten liegt eineQuittung Adolph Albrechts v. M., d. d. Sohland, 20. Juni 1703,bei, in der er bescheinigt, dass ihm Frau Hauptmann CatharinaElisabeth v. Reitzenstein, geb. v. Pentz, „zu nothwendiger Bedürffüngzweyer Wechsel - Schulden“ 152 Tlr. vorgestreckt habe. Da derv. Metzradt diese Summe nicht zurückzahlte, so wandte sich HeinrichFriedrich v. Reitzenstein 1 ), Dresden den 9. Mai 1704, zugleich auch

’) Dessen Vater, Christoph Wilhelm v. R., hatte über 20 Jahre inSächsischen Kriegsdiensten gestanden, zuletzt im Venedigerschen Regimentin Thorn. Nach der Einnahme Thorns wurde er mit zahlreichen anderennach Schweden geführt und in Kalmar gefangen gehalten. Er erhielt dortein Traktament von täglich drei Stübern, „so da unseis Geldes 14 pf. aus-tragen wird“. Die Stiefmutter Heinrich Friedrichs, Frau Catharina Elisabethv. R., geb. v. Pentz, war im Frühjahr 1704 bereits tot. (H.-St.-A. a. a. O.).