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4 (1923)
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v. Mehlhosen.

vergl. auch III 382, Amd. 1. — t. Mehlhosen 1 ), einzufügen II 157.Die M. spielen in der Geschichte der Stadt Görlitz im 14. und15. Jahrhundert eine gewisse Rolle. So geloben im November 1380r ich, Heinrich Meilhose genant, mit meynen vier sonen: Johannes,Heyde, Sampson und Heynrich, selbschuldigen, und ich. Cunradund Niclos gebrudere ouch Meilhosen genant, desselbin HeynrichMeilhosen brudere“ . . . unter Stellung von Bürgen dem LandvogtBenes v. d. Duba, dem Hauptmann der Stadt Görlitz Howgev. Landeskrone sowie den Ratmannen zu Görlitz, ihre Lande, Städteund Leute ewiglich unbeschädigt lassen zu wollen (Verz. Oberlaus.Urkunden, 3. und 4. Heft, S. 109; Urk. gedruckt Neues Laus. Mag.Bd. 59, S. 153). In der ersten Hälfte des 15 Jahrhunderts sinddie M. Mannen des Priebuser Landes. Um 1427 sassen sie zuWiesau (NO von Priebus). In einem Verzeichnis der Anhänger desv. Hakeborn, die ihm Schaden getan haben, vom Jahre 1427, er-wähnt Herzog Hans von Sagan, es seien der „Melhosin richtern“zu Wiesau sowie Melhosens armen Leuten Pferde und Vieh geraubtund Knechte ermordet worden (Jecht. cod. diplom. Lusat. sup. II,I 450, 451). Im November des folgenden Jahres sendet der GörlitzerRat einen namens Melhosen zugleich mit Heincze Kothewicz zuHerzog Heinrich d. Ä. von Glogau nach Sagan, namentlich umsich mit ihm zu einigen, „das unsere kouflute und metheburgervor im und den sinen sycher sein“ . . . (Jecht, cod. Las. sup. II,

I 560 A 2). 1428 ist der „Rote Mehlhose“ Söldner der Stadt

Görlitz. Er wird in diesem Jahre unter den Görlitzer Hilfstruppenbei Bunzlau mit aufgezählt und stellt neun Pferde (Jecht a. a. 0. 597).1429 wegelagert er bei Schützenhain. In demselben Jahre (1429)wird Peter Melhose mit drei Pferden als Söldner der Stadt Görlitzaufgenommen (Jecht, Der Oberlaus. Hussitenkrieg, I. Teil, S. 157,158, 172, 195, 216 A 12, 228, 243 A 14). Zu Ende des Jahres1435 wird Witche Melhose mit zwei Pferden als Söldner auf-genommen und 1437 von Herzog Hans von Sagan als sein Bevoll-mächtigter nach Görlitz gesandt (Jecht, cod. diplom. Lus. sup. II,

II 603, 687). Zu Ende des 15. oder zu Anfang des 16. Jahrhundertswird ein Hans Melhosze zu Hartmannsdorf (N von Lübben)erwähnt, dem von Strassenplackern ein Pferd „entritten“ wordenwar (Jecht, Neues Laus. Mag. Bd. 85, S. 143). — v. Ledebur, Preuss.Adelslexikon II, S. 92 gibt an, das Geschlecht M. habe im Jahre1615 zu Rietschen (Kreis Rothenburg), 1669 noch zu Nieder-Uilers-dorf (Kreis Sorau) gesessen. Wir finden es aber bereits vor Mittedes 15. Jahrhunderts in Rietschen : 1441 sitzt zu Retschit (Rietschen,NW Rothenburg) Frau Margaretha Melhosyn (Jecht, cod.diplom. Lus. sup. IV, 182) und es erwähnt der Görlitzer libervocacionum III beim Jahre 1441, Nickel und Cristoff von Penczig

0 Der Name Mehlhose soll entstanden sein aus dem wendischenmaluseh = klein; vergl. Neues Laus. Mag. Bd. 92, S. 38, A 4.