lieh werde. Im Juni 1787 machte Balma zwei vergeblicheVersuche; allein den 5- Juli gelang es ihm wieder, mit zweiandern Guiden, auf die Spitze zu ltommen. Saussühk liamnach Chamouny; allein es fing an zu regnen, und er mufstevier Wochen auf gutes Weiter warten. Endlich trat erden 1. August, mit seinen Bedienten und 18 Führern dielleise an. Seine Familie blieb in Chamouny.
Die erste Nacht blieben sie auf La Cote, wo sie nochErde hatten, auf der sie schlafen honnten. Den folgendenMorgen gingen sie über den La Cote - (Gletscher), welchervoll breiter und tiefer Spalten ist, über die sie oft nur aufdünnen Schneebrücken gingen. Sie banden sich aneinander,damit wenn einer hereinfiel, die andern ihn w ieder hcraus-ziehen honnten.
Die Passage über diesen Gletscher ist so schwierig,dafs sie drei Stunden gebrauchten, obwohl der Weg in ge-rader Linie nur eine Viertelstunde lang ist. Von liier gingder Weg über Schneefelder, bis sie des Nachmittags um 4Ühr auf die zweite grofsc Schnee-Ebene ankamen, wo sie12000 Fufs über der See ihr Zelt aufschlugen. Auf einersolchen Höhe hatten noch nie Menschen geschlafen, und allefürchteten, dafs in diesen Regionen des Nachts die Kälte soheftig werden würde, dafs sie ohne Rettung erfrieren mü-sten. Das Barometer stand nur noch auf 17 Zoll 11 Linien.Sie wollten sich in den Schnee cingraben, aber die dünneLuft machte das Athmen so schwer, dafs sic sich wüederausruhen mufsten, sobald sie ein paar Schaufeln Schnee aus-geworfen hallen. Fast allen war übel, einer fiel in Ohn-macht, und selbst Saussüke war nicht wohl. Alle wurdenvon einem brennenden Durste gequält, ihre Lebensmittelwaren gefroren, und sie konnten sich nur Wasser verschaf-fen, indem sie Schnee schmolzen.