aus der Tiefe anwuchsen. Die Eruptions-Oeffnung war ent-weder nie ein eigentlicher Krater, oder gewiss in den mei-sten Fällen mehr ein Spalten - ähnlicher, in die Länge gezo-gener, als ein Röhren-förmiger. Bei festen Massen, denenSprödigkeit zustelit, welche grossem oder geringem Wider-stand gegen die auf sie einwirkende Gewalt iiben mussten,ist wohl nicht eine andere Trennung denkbar, als die inSpalten. Die rundliche Gestalt der Kratere riihrt davonher, dass der Erguss des Flüssigen nur an der Stelle statthatte, wo der Widerstand am wenigsten stark war; in denübrigen Theilen des Spalten-förmigen Raumes geht die flüs-sige Masse schnell in festen Zustand über und gibt sodannein Hinderniss für das weitere Vordrängen ab. Auf dieseWeise können sodann auch Kratere von mehr oder wenigerrunder Gestalt entstehen und meist liegen sie ziemlich inderselben Richtung *.
Man sollte allerdings für den ersten Augenblick derMeinung seyn, dass wenn Laven einmal durch das Innereeines Berges gedrungen, auch sämmtliche spätere Empor-treibungen und Ergüsse denselben Weg einsehlagen mussten,ganz den Gesezzen anderer lliessenden Massen entsprechend.Allein beide Fälle sind wesentlich verschieden. Wie dieLava aufhört zu fliessen, wie die Hizze nachlässt, füllt sichdie Kluft, durch welche der Ausbruch statt gehabt, mit ei-ner Substanz, die bald mehr Härte und Festigkeit erlangt,als Fels-Schichten und Massen den Berg selbst zusammen-sezzend. Jene Substanz, eingeengt zwischen Wandungen
* L. v. Buch, Taschenb. für Min.; XVIII. B. S. 439. — Auch beiFeuerbergen, deren Thätigkeits - Periode keineswegs als geschlossengelten kann, haben Verhältnisse statt, die mit den erwähnten wohlverglichen werden können. Man sehe, was neuere Reisende u. a.in dieser Hinsicht über den Krater auf Vulcano berichten. So er-zählte Rüpfeli, (Zeitschrift für Min.; 1826, I. Th., S. 12 ff.) dassder äussere Rand der Trichter-förmigen Vertiefung die Gestalt einerEllipse habe, deren längerer Durchmesser ungefähr 1100, der klei-nere nur etwa 700 F. betrage u. s. w.