181
Zellige Schlacken; die einzelnen Weitungen, sehr regellosund ungleich an Grösse, ausgezeichnet durch eine sonder-bare blaue Färbung •— die wir mir jener des erdigen Ei-senblau’s vergleichen können — und durch das auffallendMatte ihrer Wandungen. Das Ganze besteht aus Lapillis,aus kleinen Laven-Trümmern die einander an - und einge-sehmolzen und so sehr lose wieder zusammengefiigt wor-den. Von Chalusset. Eigen-Gewicht = 1,56.
Deutlicher noch wird das Konglomerat-Aehnliche solcherSchlacken bei den am obern Rande des Kraters vom Puyde Pariou und auf dem südöstlichen Gehänge des Puy deCor ent vorkommenden. Leztere bestehen aus schwarzen,äusserlich rothbraunen Schlacken - Bruchstücken sehr ver-schieden an Grösse, in hüliern und geringem Graden blasigund verglast und untermengt mit an Kanten und Eckengeschmolzenen Augit-Krystallen und mit abgerundeten au-gitischen Trümmern, deren Oberfläche sich bunt angelau-fen zeigt. Das Bindemittel, welches das Ganze meist sehrlocker zusammenhält, ist gleichfalls Schlaeken-Substanz. —Die Schlacke vom Puy de Corent, nicht selten durch vul-kanische Gewalt umgewandelte Granit-Fragmente ein-schliessend, hat eine Eigenschwere von 1,65.
Auch die Wiegungen von Lecoq und Bouill'et ergabensonach für die Schlacken, im Vergleich zu Basalten und Do-leriten nicht zu verkennende und mitunter sehr bedeutendeUnterschiede in den Eigen-Gew'ichten. Worin hat man die
O
bedingenden Ursachen des Phänomens zu suchen ? Sinddieselben theilweise in der chemischen Natur jener Gebildebearründet ? Nur wiederholte und mit sehr mannichfachen
O
Basalten und den ihnen verbundenen Schlacken angestelltevergleichende Analysen würden vielleicht für gewisse Fällebelehrende Nachweisungen liefern. In der Schlacke vomKammerberge bei Eg er fand ein uns befreundeter Chemikerbei einer vorläufigen Prüfung Eisenoxyd in Menge *. —
* Indem wir dieses schreiben, war die quantitative Zerlegung nichtbeendigt; es wird sich jedoch Gelegenheit darbieten, deren Resultatenachtragen zu können.