142
jene Blasse von andern gleichnamigen Gesteinen , und zumal vonden auf dem Meissner selbst vorhandenen bedeutend abweicht.
Das dunkler Gefärbte , weniger bestimmt aus einander tre-tend, mehr basaltisch, führt ebenfalls Olivin-Beimengungenund gibt Magneteisen-Gehalt zu erkennen. Die Härte istunvergleichbar beträchtlicher, als beim Lichtern.
O '
Beide verhalten sieh vor dem Löthrohr übrigens ungefähr gleich; sieschmelzen an den Kanten zu grünlichsclnvarzem Glase.
Unter den Basalten lassen sich dem dunkler gefärbten Theile desMe iss n c )■- G e s t e io e s zunächst jene der Plateaus um Puntgibauil ver-gleichen, nur dass sie hei weitem reicher sind an Körnern undseihst an Krystallen von Titaneisen.
Mit dem Liehtern verfliessen die dunklem Flecken sehr all-mählich , obwohl dem freien Auge die Scheidung ziemlichscharf erscheint. Aber die dunklern Körner — rund, je-doch stets wenig regelrecht, öfter stumpfeckig, bis zu 6Pariser Linien im Durchmesser — treten aus der lichtenGrundmasse, mit der sie innig verschmolzen sind, bestimmthervor. Bald sieht man sie vereinzelt, bald zeigen sich die-selben mehr gedrängt. Nur selten findet man Körner undKügelchen zur Hälfte lichter gefärbt, oder so, dass dieFarben an ihnen lleekweise wechseln, wie an der Grund-masse. (Nr. 8).
Tn gleicher Beziehung merkwürdig und dem Gesteine vomMeissner sehr nahe stehend, ist der körnige Basaltvon Laudines unfern Clermont. Er ruht, in wenig regel-rechte Pfeiler abgesondert, unmittelbar auf granitischerUnterlage, während die Feisart des berühmten HessischenBerges, wie bekannt, das Braunkohlen-Gebilde bedeckt.
Nach Lecoq’.s und Bodijli-kt’s Angaben beträgt die Eigenschwere desBasaltes von Laudines 2 , 82 , ein dem von uns gefundenen Verhälf-niss sehr nahe stehendes. — Nicht zu übersehen ist der Umstand,dass äussere zerstörende Kräfte auf die Massen dieses Gesteineshöchst ungleich einwirken. Man nimmt ein solches auffallend ver-schiedenes Vorschreiten begonnener Verwitterung nicht selten aneiner und der nämlichen Säule wahr.
Andere Stellen um Clermont haben ähnliche Erscheinungenaufzuweisen, so u. a. das Plateau de ln Serre , der HügelBayeu u. s. w. Am zulezt genannten Orte hat der kör-nige Basalt — dem Strome von Gravenoire zugehörend,dessen wichtige Verhältnisse uns demnächst beschäftigenwerden — die Olivin - Theile um Vieles sparsamer aufzu-