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Die vulkanischen Gebilde im beschränktem Sinne, ob-wohl seit der Hälfte des abgelaufenen Jahrhunderts Gegen-stände eifrigen Studiums, Hessen, was ihre genauere Kennt-niss betraf, Vieles zu wünschen*. Mit den Basalten wurdendie verschiedenartigsten Gesteine verwechselt, und was ei-ner scharfen Bestimmung besonders hinderlich geblieben, daswar die Aehnlichkeit mancher Basalte mit gewissen dichtenDioriten, mit Aphaniten, selbst mit einigen Trachyt-Abände-rungen u. s. w. In Beschreibungen alterthümlicher Denk-male ** nicht allein, auch in Angaben naturhistorischerSchriftsteller wurden Missverständnisse solcher Art früherkeineswegs selten getroffen. Die klare Uebersicht des Ganzen,wie die Einsicht ins Einzelne, ist das grosse Verdienst vonCordier s Erfolg-reichen Bemühungen ***. Vermittelst man-
* Von Brüiwich an — 1771 — hatte der Basalt, als sogenannteseinfaches Fossil, eine Stelle in oryktognostischcn Methoden erhalten,und vor nicht sehr langer Zeit wurde ein System fehlerhaft genannt,welches für eine, so ausgezeichnete Gattung die Stelle nicht zu lin-den wusste. — Wie unverzeihlich unwissend manche Schriftstellerüber vulkanische Gegenstände in Betreff der Natur des Basaltesverblichen, davon gab der Verf. der ,, Histoire naturelle des Vol-cans “ — ein Buch das in gewisser Hinsicht eine Art Namensich erworben — ein sehr betrübendes Beispiel. Er sagt, pay. 195als von den Säulen des bekannten Riesendammes in Irland dieRede: „ la mattere est ane Sorte de marbre ( ? !) que les anciensconnaissaient sous le nom de Basalte. “ Und wenige Zeilen weiterheisst es: ,, le Basalte est Sans melange d’aucun metal “ (?)u. s. w.
•''So bemerkt, um nur eines Beispieles zu gedenken, Roziere aus-drücklich , dass das, was Bruce im Thale von Cusseir für Basaltangesehen, mürber Sandstein sey.
*** Wie denn einer neuen Thätigkeit fast stets eine ältere zum Grundoliegt, so ist nicht zu vergessen, dass bereits Montet, der über dioerloschenen Vulkane im Languedoc geschrieben {Mist, de VArad,des Sc. Annee 1760, pay. 460 etc.), obwohl auf sehr unvollkom-mene Weise mit Basalten und Vesuvischen Laven Untersuchungenvorgenommen, welche gewissermassen als Vorläufer von Cordier'sscharfsinnigen Arbeiten zu betrachten sind. Auch Freuriau - dh-Bei.i.evue beschäftigte sich mit hierher gehörigen, für seine Zeit»ehr gelungenen Versuchen. (Jottrn. de Phys. Vol. LJ, p. 442 etc.)