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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
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luiist nicht mit unter diesem allge-meinen Namen zu begreifen, ob siegleich nur den andern dieses gemeinhat, daß sie aus unförmlichen Mas-sen schone Formen zusammensetzet.

Die bildenden Künste theilen sichwieder in viele besondere Zweige, dieman aber mehr durch die Behandlungund durch das mechanische Verfah-ren, als durch den Geist oder denStoff, den sie darstellen, unterschei-det. Wir haben der Hauptzweigeschon besondere Meldung gcthan *)Man konnte noch mehr Arten dersel-ben unterscheiden, wenn an einersubtileren Zergliederung dieser Sachewas gelegen wäre. So konnte manz-B- die Dossirninst, die Schuilz-inustk und die Drehkunst auchnoch als besondere Zweige der bil-denden Künst ansehen. Die letzterehat in der That bey den Griechen ih-ren eigenen Namen und Rang be-hauptet.

Der andere Hauptast thcilet sichwieder in verschiedene Zweige, die!N ahler Lp, die mosaische Äunst, dieRupferstecherkunst Und das Loum-schueiOeu.

Die große Mannichfaltigkeit derzeichncndcn Künste giebt einen sehrüberzeugenden Beweis von dem gros-sen Wolgcfallen, das der Mensch anschönen Formen findet. Es scheinetnur außer Zweifel zu seyn, daß die-ses natürliche Wolgefallen an Schön-heit der Form, schon in seiner erstenNüchternheit und Einfalt diese Künstehervorgebracht hat; ob sie gleich mitderZcu vielfältig blos zur Ucppigkeitund zur Unterstützung einer citclnPracht angewendet worden. Es giebtzwischen der ersten Anwendung die-ser Künste, die blos auf ein unschul-diges, weiter nichts auf sich habendesErgötzen des Auges abzielte, und ih-rem Mißbrauch, der sie blos zur Un-terstützung einer übcrmüthigen Pracht

*) S, Bildende Künste.t.'^rr äa citeleur.

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angewendet hat, eine Mittclstraße,die uns die zeichnenden Künste in ih-rem höchsten Werthe zeiget, da sie so.wol zu allgemeiner Erhebung oberErhöhung des Gemüthes, als zukräftiger Lenkung desselben in bcso».dcrn Fallen können angewendet wer-den. Davon aber haben wir an an-dern Orten hinlänglich gesprochen.*)Wir berufen uns hier nur deswegendarauf, damit man sich überzeuge,daß die Aufnahme und Vollkommen,hcit dieser Künste, da sie dasJhngezu Vervollkommnung des menschli-chen Geschlechts bcyträgt, keine gleich-gültige Sache sey.

Die strengcrn Sittenlehre!', die diezeichnenden Künste ihres Mißbrauchshalber völlig verwerfen, bedenkennicht, wohin ihre Grundsätze führen.Wenn man alles, was blos unfernGeschmak am Schönen nährt, miter-drükcn sollte, so würde der Menschgerade die Vorzüge verlieren, dieihn am höchsten über die Thiere em-por heben. Man macht uns reizen-de Schilderungen von der Glükseiig-keit der noch an der ersten rohen Na-tur Hangenden Völker, die, bey gänz-lichem Mangel jener Künste, die näch-sten und dringendsten Bedürfnisse derNatur in sorgeloftr Ruhc befriedigen.Aber man bedenkt nicht, wie nahesolche Menschen den Thieren sind, dieeben so sorgefrcy gerade die Bedürf-nisse, die man für die wichtigstenhält, befriedigen. Die so mamüch-falligcn Talente des Menschen gebeneinen offenbaren Beweis, daß er zueiner Vollkommenheit bestimmt fty,von welcher der höchste Wolsiand, derblos Ruhe und völligen Genuß al-ler Nothdurst versiattet, noch un-endlich entfernt ist. Aber diese Be-trachtung kann hier nicht weiter aus-geführt werden.

Die

H S.Baukunst; Bildhauerkunst; Mah-lert»; Stein- und Slempclschncidcr-kunst.