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In vielen, zumal großen Stüke 'Nvon phantasierelche,n Charakter, kom-men verschiedene Einschnitte und man-cherley Gattungen von Phrasen vor,
die man notbwendig aus der Beschafffenheit des Gesanges erkennen imiß.Man sehe folgenden Anfang einerBachischen Claviersonate:
Wir Kaden der Kurze wegen blos dieOberstimme ohne den Baß hergesetzt,weil sie zu diesen Anmerkungen hin-reichend ist. Die Zeichen 0 und kzeigen an, wo die Phrase aufHort,und eine neue anfangt. Daher wärees höchst fehlerhaft, wenn mauz.D.den sechsten Takt so vortragen wollte,als wenn mit der ersten Note dessel-ben die Phrase anfienac, da doch dievorhergehende sich damit endiget, wiedie Aehtelpause des vorhergehendenTakts anzeiget,^ so auch von der fol-genden Abänderung des Einschnittsim achten und letzten Takt.
Es ist unglaublich, wie sehr derGesang verunstaltet und undeutlichwird, wenn die Enschnitte nicht rich-tig oder gar nicht marquiret werden.Man darf, um sich hicvon zu über-zeugen, nur eine Gavotte so vortra-ge», daß die Einschnitte in der Hälftedes Takts nicht beobachtet werden.So leicht dieser Tanz zu verstehen ist,so unfaßlich wird er dadurch allenMenschen. Hicwieder wird am häu-
figsten in solchen Ststken gcfchlct, wodie Phrasen in der Mitte des Takts,und zwar auf einer schlechten Zeitdesselben anfangen; weil jeder gleichanfangs gewobnr wird, nur oie gu-ten Zeiten des Takts, auf welche dieverschiedenen Accente des Gesäugesfallen, vorzüglich zu niarguiren, unddie schlechten überhaupt gleichsam wienur durchgehen zu lassen Dadurchwird denn in solchen fallen die Phra-se zerrissen, und ein Theil derselbenan die vorhergebende oder die darauffolgende aiigehänget, welches docheben so widersinnig ist, als wennman in einer Rede den Ruhepunktvor oder nach dem Cvmma machenwollte. In folgendem Beyspiel ist,wenn der Einschnitt margunt wird,die Melodie an sich gut; werden aberblos die Accente des Takts marqnitt,so wird der Gesang äußerst platt, undthut die Würkung, wie wenn einer,statt zu sagen: <Lr ist mein Herr; iebdiu fein Rnecbt, sagen wollte : lLr ifkmein Herr ich; bin sein Änecht.
Vierter TheiH