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wird der Gang ungleich. In den in dieser Formzwei) ersten Fällen bleibet die obereStimme auf jeden Schritt um einAchtel hinter der untern znrüke, unddieses wird Verzögerung, ket-n-äs-tio, gcncnnt; in den bcydcn andernaber treten zwar im Niederschlag bey-de Stimmen zugleich ein, in den fol-genden Taktzelten aber tritt die obereStimme auf jeden Schritt früher,als die untere ein; dieses nennt manVoreilnng, ^ntioipstio.
Es ist offenbar, daß das Verzö-gern und Vorcilcn die Harmonie aufjeden Schritt verändert; es entstehendadurch verschiedene Dissonanzen,die aber im Generalbaß insgemeinnicht angedeutet werden. Nur bcyganz langsamer Bewegung.werdendie daher entstehenden Dissonanzenals Vorhalte mit Ziffern bezeichnet,und müssen in dem begleitenden Bassewürklich angeschlagen werden. Alsomüßte folgendes
mit Anfchlagung aller Quinten in derBegleitung gespielt werden. Dennobgleich hier auf den guten Takrzei.ten Quinten auf Quinten kommen,so ist eine solche Fvrtschrcitung dochgut, weil bcy der 6 eine eigene guteconsonirende Harmonie steht. ImAbsteigen aber wäre dieses unrichtig,weil nach den Quinten keine consoni-rende Harmonie folg c, wie diefcSBeyspiel zeiget:
-
5 o—4
I-nH
5 4 5 4
l l - n
5
vs i
V
Z 4
In folgenden zwcy Fallen ist dieVor-eilnng der obern Summe nicht j»'laßig:
V e r
so haben beydc einen gleichen Gang:in beyden Stimmen werden die zusam-mengehörigen Töne auf jeden Schrittzu gleicher Zeit angegeben: aber infolgenden Beyspielen