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(Don s. Betrachtungen über die Mahle-rt» handelt ble fünf und dr-yßigste svonder Ausammenssimmung der Verhältnisseüberhaupt, und die z6te von Verhältnisseninsbesondre.) — Jost. 2?. Hagenaucr(Untere, von der Proportion des Men-schen . . . Wien 1791. mit 6K.)
Verhältnisse.
(Baukunst.)
A)?it den Verhältnissen in der Bau-kunst hat es eine ähnliche Bewandt,niß, als mit denen im menschlichenKörper. Da man einmal vollkom-mene Muster vor sich hat, so müssendie Verhältnisse derselben als erwie-sene Regeln angenommen werden.Sic sind zwar nicht so bestimmt, daßman nicht vielfaltig, ohne den gutenGefchmak zu beleidigen, davon ab-weichen konnte, und würklich abge-wichen Ware. Da aber zu befürch-ten ist, daß dergleichen Abweichun-gen nach und nach zu großen Aus-schweifungen Gelegenheit geben möch-ten, so scheinet die Erhaltung desguten Eeschmaks zu erfodeni, daßdie genaue Beobachtung der von denbesten Baumeistern gebrauchten Ver-hältnisse, als ein unveränderlichesGesetz angenommen werde. Dennwo man einmal die Regeln aus denAugen setzet, da wird dem schlechtenGcschmak die Freyheit gelassen, nachund nach das Schöne zu vertreiben,wie ans unzähligen Bcyspiclen derBaukunst kann dargethan werden.
Was ein alter Philosoph *) bei)einer andern'Gelegenheit angemerkthat, kann auch hier angewendet wer-den. „Wenn du einmal vergessenhast, sagt er, daß der Schuh blaszur Verwahrung des Fußes gemachtist, so hast du bald einen verguldetcnSchuh, hernach einen von Purpur,und dann einen ausgeschnitzten. Dennwenn mau einmal das Ziel der Na-
') LxiÄscus,
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tur überschritten hat, so hat manauch keine Schranken mehr gegen dieAusschweifung." Es scheinet als»besser gcthan zu scyn, wenn mandurch eine genaue Befolgung der ein-mal vorgeschriebenen Verhältnisse, dieBaukunst in dem Zustand laßt, wor-ein sie von den größten Meistern ge.setzt worden ist, als daß-man durchAbweichungen von denselben denischlechtem Gcschmak die Freyheit lasse,das schon cnldckte Schöne zu ver-derben.
Da von den allgemeinen Grund,sätzen über gute Verhaltnisse vorhergesprochen, in verschiedenen Artikelnüber die Theile der Gebäude auchihre Verhältnisse angegeben, in den,Artikel GrSnunz aber die wichtig,stcn Werke, woraus die Verhältnisseder alten Baumeister gelernt werdenkönnen, angezeiget worden, so ent-halten wir iiiis hier fernerer Wcit-läuftigkeit über diese Materie.
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(*) Von den Verhältnissen in derBaukunst, handelt unter inehrern: DerAbc Rangier (In s. vbservsr. lueI'Hrcbirekk, INI ilcn Abschn. derselben,in 6 Kap. als, worin das Verh, besteht;von der Proportion, in Ansehung des In-nerlichen der Gebäude; von dem allgein.Verh. bey dem Ausriß der Gebäude; rendem Verh. der Theile mit dem Ganze» inAnsehung des Innerlichen der Gebäude;von dem Verh. der Th'eilc mit dem Gmzen in Ansehung deö äußern Ausrisse» derGebäude; von dem Verh. der Theile umtec einander.) —> Milikia (Im -teilBuche s. Grunds, der bürgerl. Baukunst,in 6 Abschn. als, von den architcet. Ver-hältnissen; vom Sehen in Absicht «lusSlr-chitecturvon den alig. Verh. der Fast-,den; vom Verh. der Theile mit dem Gm«zen der Fassaden; von den allg. Verh. imInnern der Gebäude; -vom Verh. derTheile niit dem Ganzen im Innern derGebäude.) — u. a. m.
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