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^ sind vorzügliche Eigenstk?aften dieserSchule, die aber weniger Große undweniger Richtigkeit derZeichnung hat,als die römische oder die lombardischeSchulen. Eine kurze Geschichte derMahlerknnst in Venedig findet manin den! Werk, welches alle in und umVenedig befindliche vorzügliche Gc-mählde beschreibt *). Cs dienet auchdenen, die alle in öffentlichen Gebäu-den befindliche Gemahldc sehen wol.lcn, zuin Wegweiser.
Titian ->) ist ohncWiderredc der er-ste Meister dieser Schule, und dergrößte Colorist, der vielleicht jemalsgewesen. Ob man ihm gleich inverschiedenen Stüken den lRuben»und den Van2>>'k an die Seite setzet,so muß man doch gestehen, daß dasBezaubernde in seinen Farben mehrWahrheit hat, als das Colorit desÄuvenn, und mehr Bewundrung er-wert, als das von Van Dvk. Manfindet in allen großen Gallerten et-was von ihm; aber um ihn recht zukennen, muß man die Gcmahlde se-hen, die in Venedig von ihm sind.Tintoret d), ein andrcrgroßcrMah-ler dieser Schule, kann nur in Vene-dig gekannt werden Sein großesTalent war, im Großen mit vollkom-mener Kühnheit zu mahlen.
Paul von Verona c), eines dergrößten Genies, wegen vollkommenverständiger Anordnung der Ee-mahlde, sowol in Absicht auf diegcsehikte Verbindung aller Theile,als auf die Ansthcilnng des Lichts:Wahrheit und Stärke sind überall inseinem Colorit. Man wirft ihm vor,
*) Oelciimone 6i turcs I« publicbe pir-rare Ueil» cinä cli Veneria ell Ilolsci csnvici«». Vcner. l/zz. 8vo.(7 -576.)
b) (eigentlich Robusto f 1594. Ein be-sonderes Leben von ihm gab Carlo Ri-dvlfi, Pen. 1642^ 4. heraus.)
c) (eigentlich Caliari f -588. Ein be-sonderes Leben von ihm, hat der vor-hcrgcdachtc C. Riholsi, Ben. 1646. 4.drucken lassen.)
daß alle seine starke Schatten etwasViolettes haben; aber seine Halb-schatten sind desto vortrefflicher.Die Leichtigkeit seines Pcnseis gehtüber alles, und die Pracht in Klei-dung seincrPersonen giebt seine»Ge-mahlden euren Reiclilhum, der ihneneigen ist. Aber das Große in denCharakteren findet man nicht bey ihm;er hat allezeit sich genau an die Na-tur gebunden, und kein Mahler hatdas Ucbliche so sehr aus den Augengesetzt, als er.
Von den nenern vencdischenMah-lern sind vorzüglich zu merken: Tie-polo, ein Manu von schönem Genie,der ein sehr angenehmes Colorit miteiner großen Leichtigkeit in seinerArbeit verbindet; Pellegrini, Pia-zerca, Laxarini, LNolmari, Ee-lesti, Aombclli, Liberi.
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Zu den berühmten Meistern dieserSchule gehören noch: Georg. Glorgione(fizii.) Giov. Ant. Licillo oder Regillo,Pordcnonc genannt (f ixg.'.) Sebast. dclPiombo, Erm. Bastians gen. (>>547.)Giov. Nanni da lidine (f 1564.) Andr.Schiavone (f >;82.) Jac. Palma, derältere (f i;83.) Jac. da Ponte, Bassan»gen. (f >592. Eine Abhandl. übcrs.mah-lerischcS Verdienst findet sich im -tcn Bde.der vpere des Abts Giainb. C. Robertl,Vass. 1789. s.) Jae. Palma, dcr jün-gere (f IÜ -8-) Aless. Turchi, oder L'Or-bctto, Veronese gen. (f 1670.) Sebast.Ricci (f >?Z4.) Von welchen, und ih-ren Werken, so wie von mehccrn, Nach-richten geben : ll.e msrsviglie -Zell' ö^rreovvcrc, le vire lle llirrori Veneri . . .llsl Eav. Eael» Itielnlii, Von. 1648.4.2 Bd. Evm^enllio «lclle vire cle'?irrori Vene^iani illarici piärcnvmsrillcl presenrc lecoio . . . . lls ^lellll.ongki, Ven. 1762. k. — Auch ge-hören hierher noch: k.s riebe mineeeZella llicrura Vene^ians, Ven. 1664.1674. 12. Bcrm. 17Z0. 8. " Ii grauZfllcsrro äi Veneria, ovvero llsccolro
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