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Und
wicwol in der größten Richtigkeit
der Verhältnisse, darstellen. Sowie die Wörter der Rede, die Rede-sähe und ganze Perioden ihre ver-schiedenen Acccnte, Hebung und Ab-fall der Stunme haben müssen umwolklingend zu scyn, so muß auchder Umriß Ton und Stimme abän-dern Einiges muß sich durchKühnheit, anderes durch das Sanfteauszeichnen.
Aber es wäre Tollheit, eine Sache,die man blos zu fühlen, nie aber zuerkennen im Stand ist, und wozudie Sprache keine Worte hat, aus-führlich beschreiben wollen. DerKünstler übe fein Auge an derNatur,an den besten Antiken, an den Wer-ken des Raphaels, M. Angclo undandrer großer Männer, und lerne zu-erst fühlen; dann suche er das, waSer fühlt, auszubrüten.
Neue Schwierigkeiten zeigen sichin Absicht auf den Umriß, wenn derZeichner statt der Reißfeder den Pen-sel fähret. Da muß er cinigermaaf.sc» zaudern können, um uns Sachensehen zu lassen, die nicht da sind.Denn wir sehen Begranzung, ohnedie Granzer; zu sehen Aber ich ent-halte mich von einer Sache zn spre-chen , die für die Meister der Knnstselbst zum Theil noch ein Gcheim-niß ist. Einige Lehren hierüder giebtLeonh. da Vinci in dem gz? und zzzEapirel seiner Beobachtungen undAnmerkungen. Plinius merkt an,daß auch von den alten Mahlcrn we-nige in diesem Stäke der Kunst glük-lich gewesen. Lxtrema oorpvrumkucers st «lolinentis pidsturas mo-Zum inLiucisre, rsrurn in lcmoestusrtis invenicur. ^mbire rion lieberss extremitas ipsu et sto steliners,ut promittat skia post so, ostenNat-czus etiarn, izuae occultat. blanokarrhalio ^ioriai > concestere -gnti»x-nuus et Xenocrstss, ^ui üe pi-Aura lcriplerunb °").
«) Min. I..XXXV. c.io.
Von dem Uinriß handeln, unter mchircrn: Itv. Soeren (In der i-tcn Ab-theil. s. Reiß, und Kcichcnkunst, S.d. liebers. Aufl. von >756.)—> H. Tesle«lin (In der otcn der lsttnüircnccü stsl'^cotl. cie llcinr. er bcuipr. S.;2. u. f. bey dcm Gedicht dcS LcMierrc)— C. D. v. Hagedorn ( Von derWahrnehmung sanfter Hinrisse in decNii» ,turz von dem Tharacter der Umüsse undden verschiedenen ZeichnungSarkcn inSbe,sondre; und von verhältnismäßiger An-deutung der Muskeln, die zgte - gotc s.Betrachtungen, S. 55z. u. f.) — Lr).sskrstpl). v. Gchexb (Von der Rich-tigkeit des Umrisses, und von den zierli-chen Hinrissen der antiken Bildhauerkunst;ini loten und iMm Kap. des iten Bds.s. Körcmon. Und im Anhange eben die-ses Bds. S. zs; eine Abhandl. von der Artund Weise die Umrisse zu verfertigen undzu zeichnen.) >—S. übrigens, die,bey dem Artikel Aeichenkunft, angcs,Schriften.
Undccime.
(Musik.)
Tieses Intervall ist von der QuartebivS dem Namen nach unterschieden,weil es eine Ottave höher liegt. Sieist eine wahre, reine, verminderteoder übermäßige Quarte; und alles,was von dieser in einem eigenen Ar-tikel gesagt worden ist, gilt auch vondcrUndecime. Einige haben zwischenderQuarte und der Undeeime den Un-terschied machen wollen, daß die er«stcre consouirend, die andre aber bis-sonnend scy: aber wir halten esnicht der Mühe Werth, dieses zu wi-derlegen. Der größte HarmonisteI. G. Bach wußte von keiner Un- 'decime; und was itzt von einigen sogenennt wird, kommt dcy ihm nieanders, als unter der Bezeichnungder Quarte 4, vor. Man hat des-wegen nie nölhig, dies IntervallMit >i zn bezeichnen, uns findetauch davon bey keinem guten Har-
moiii-